Flagge zeigen: Marvin Willoughby

Entscheidungsträger/innen aus allen Bereichen und Branchen unserer Metropole tragen dazu bei, dass Hamburg attraktiv, lebens- und liebenswert ist, auch wirtschaftlich erfolgreich – und dabei den Menschen zugewandt.

In diesem Sympathie-Format verraten sie uns, was sie bewegt, was sie in Hamburg und für Hamburg bewegen, welche Ideen sie für unsere Stadt haben. Heute: Marvin Willoughby, Geschäftsführer und Sportdirektor der Hamburg Towers

Warum ist der Standort Hamburg und die Metropole Hamburg gut für Sie?

Persönlich, weil Wilhelmsburg meine Heimat ist, wo ich aufgewachsen und wohin ich später auch wieder zurückgekehrt bin. Die Hamburg Towers sind im Stadtteil fest verankert, hier sind wir sozial engagiert, und es ist unser Ziel, weiterhin etwas Besonderes für die Community zu schaffen. Hamburg als Metropole bietet für uns als Sportverein und den Aufbau der Sportart Basketball natürlich riesiges Potenzial an Fans und Partnern – allerdings auch jede Menge Konkurrenz auf dem Sport- und Freizeitmarkt.

Ihre Lieblingsaufgabe bei den Hamburg Towers?

Gehälter zu überweisen. Nein, im Ernst: Am liebsten stehe ich immer noch mit den Jugendlichen in der Halle, gebe Individualtraining und helfe ihnen dabei, ihren Traum vom Profisport im Basketball zu verwirklichen.

Was ist aus Ihrer Sicht zurzeit die spannendste positive Entwicklung in Hamburg?

Zum einen, dass sich der Sport nach den Rückschlägen und der gescheiterten Olympia-Bewerbung gut erholt hat. Momentan läuft es nicht nur bei uns gut, sondern auch beim HSV, St. Pauli und bei den Handballer geht es merklich aufwärts. Zum anderen ist die Entstehung neuen Wohnraums, unter anderem in Wilhelmsburg und Billwerder, hoch interessant. Es zeigt, dass die Integration von Menschen in neue Stadtteile gelingen kann.

Entspringt aus Ihrem Haus ein Engagement, das für Hamburgerinnen und Hamburger von besonderem Nutzen ist?

Unser Bemühen, durch Sport zwischenmenschliche Beziehungen aufzubauen und zu stärken. In Zeiten der digitalen Entwicklung bleibt es die wichtigste Aufgabe eines Sportvereins, die Soft-Skills zu schulen. In zehn bis 15 Jahren könnte diese Bedeutung noch größer sein.

Worauf sind Sie besonders stolz, wenn Sie an Ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen denken?

Dass wir es geschafft haben, ein Team von jungen, motivierten Menschen zusammenzubringen, das gemeinsam etwas Kleines groß werden lässt. Meinen Mitarbeitern gelingt es gut, sich selbst zu entfalten und dabei die Entwicklung des Ganzen voranzubringen. Zudem bin ich stolz, dass wir eine gute Diversität im Büro haben.

Was ist Ihre größte Mitarbeiter-Motivation? Besondere Anreize neben dem Gehalt?

Unsere Mitarbeiter merken, dass sie durch ihre Arbeit einen Stadtteil und damit eine ganze Stadt verändern und mit unserem Produkt Menschen positiv beeinflussen.

Ihr wichtigstes Digitalisierungsprojekt zurzeit?

Wir haben die edel-optics.de Arena bereits komplett mit WLAN ausgestattet. Darauf aufbauend, möchten wir weitere Service-Angebote in den Bereichen Gastronomie, Ticketing und Merchandising für unsere Zuschauer etablieren. Dazu bauen wir unser Bewegtbild-Angebot abgesehen von der reinen Sportübertragung aus.

Wie wird die Digitalisierung Ihr Unternehmen verändern?

Sie ermöglicht unseren Fans, noch stärker ein Teil der Familie der Hamburg Towers zu sein. Durch die Nutzung der Social-Media-Kanäle entwickeln wir unsere Marke weiter, sind hierbei ein Vorreiter in der 2. Basketball-Bundesliga. Den Towers-Anhängern wird die Möglichkeit geboten, direkt mit uns zu kommunizieren. Sie sind dicht am Team und Spielgeschehen dran und wissen, was im Verein passiert.

Wo finden Sie die besten Informationen zu Digitalisierungsthemen?

Unsere überwiegend jungen Mitarbeiter sind digital Natives. Digitalisierung ist Teil ihrer Lebenswelt, sie sind dicht dran an der Entwicklung. Zudem lesen wir viel über entsprechende Themen.

Ihr schönstes Highlight in den letzten Monaten?

Das letzte Spiel der vergangenen Saison. Obwohl wir eine enttäuschende Spielzeit absolviert haben und hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind, haben uns die Fans gefeiert. Für sie zählte nicht nur das sportliche Resultat, sondern die Einstellung, mit der die Mannschaft trotzdem positiv geblieben ist. Dass so etwas gewürdigt wird, ist im Profisport selten geworden.

 

Mit welcher Hamburger Persönlichkeit aus der Vergangenheit hätten Sie sich gern einmal auf einen Schnack getroffen?

Natürlich mit Helmut Schmidt. Ich hätte mich gerne mit ihm über Zuwanderung und Arbeitsmigration in einer Stadt, die sich „Tor zur Welt“ nennt, unterhalten.

Ihr Lieblingsprodukt aus Hamburg?

Meine beiden Kinder.

 

Anmerkung der Redaktion:

Hier können Fans zu Förderern werden – ein sportlicher Einsatz, der sich lohnt und Gutes bewirkt.

 

 

Fotos: © Hamburg Towers

28. November 2018 von Redaktion

Kategorien: Entscheider, Hamburg jubelt, Sportbegeisterung

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