Wer backt das beste Franzbrötchen?

Die hanseatische Spezialität geht angeblich auf den Altonaer Bäcker Hinrich Thielmann zurück, der die Backstube eines französischen Berufskollegen übernommen hatte. Während die Franzosen Hamburg okkupierten, wurde Thielmann beauftragt, für die Besatzer zu backen. Er versuchte sich auch am französischen Nationalbrot, dem Baguette. Leider, so schien es zuerst, wurde es beim Backen nicht schön luftig, sondern fiel in sich zusammen. Anstatt das misslungene Brot zu entsorgen, briet Thielmann es mit Butter, Zimt und Zucker in der Fettpfanne. Dessen improvisierte süße Teilchen fanden bei seinen einheimischen Kunden reißenden Absatz. So hatten die Hamburger völlig unerwartet ein Rezept für eine wohlschmeckende Spezialität, die auch blieb, als die Franzosen längst wieder zuhause waren.

Ein Backwerk wird berühmt

Inzwischen wurden Bücher über das nordische Backwunder geschrieben. Es gibt eine eigene Website zum Plundergebäck, und es ist inzwischen in vielen Ländern verfügbar. Deshalb ist es nur konsequent, dass am Ursprungsort der Leckerei ein Wettkampf um die Krone des besten Franzbrötchenbäckers ausgelobt wurde. Der Franzbrötchen-Verlag, die Bäcker-Innung der Stadt Hamburg und das Museum für Hamburgische Geschichte richten diesen Wettbewerb am 5. Mai 2018 aus.

Wer backt es am besten?

Alle teilnehmenden Bäcker des Wettbewerbs „Bestes Franzbrötchen 2018“ stellen sich einer Jury aus geschmacksicheren Hamburgern. An der Kasse des Museums wird jeder zahlende Gast registriert und aus dieser Gruppe die Jury zusammengestellt. Alle Besucher können die dargebotenen Franzbrötchen verkosten, die Showbäckerei besuchen und Lesungen sowie Vorträgen zum Thema beiwohnen. Währenddessen entscheidet die Jury, welcher Hamburger Backkünstler das Siegertreppchen erklimmen darf.

Alle Hamburger sind eingeladen, sich vom Zimt- und Zuckerduft verführen zu lassen und ganz dem Genuss des urhanseatischen Backwerks zu huldigen.

Backwettbewerb „Bestes Franzbrötchen 2018“
Samstag, 5. Mai 2018, von 14.00 bis 18.00 Uhr
Museum für Hamburgische Geschichte
Holstenwall 24
20355 Hamburg

 

 

Autorin: Ilona Kiss
Foto: © Museum für Hamburgische Geschichte – SHMH

18. April 2018 von Redaktion

Kategorien: Hamburg produziert, Unternehmenslust

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