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Das Spiel Breakout: Die verflixte Suche nach dem Schlüssel

Wer kennt das nicht? Man will die Wohnung verlassen und findet den Schlüssel nicht. Das Team Breakout hat daraus einen Rätselspaß gemacht.

Man ziehe 322 von 600 ab und addiere anschließend auf die mittlere Ziffer 3 hinzu. Das Ergebnis ergibt die Kombination für das Vorhängeschloss, welches es zu öffnen gilt.

Das Rätsel ist ausgedacht. Aber wer sich vom Team Breakout im Raum „Metall & Pikrinsäure“ beziehungsweise der „Casa Moretta“ einschließen lassen will, muss sich ähnlichen (und natürlich originelleren) Denkaufgaben stellen, um die Tür von innen selbst wieder öffnen zu können. Klappt es nicht, dann hat man sich besser vorher von seiner Familie und seinen Freunden verabschiedet.

Vor gut einem halben Jahr haben Christian Schiller und Maximilan Giesen mit ihrem Live Escape Game in Hamburg Premiere gefeiert. Die Idee in Kürze: Ein Team, ein Raum, eine Stunde Zeit, um aus diesem zu entkommen. Der Rätselspaß erfährt mittlerweile großen Zuspruch und die Location in der City wird reichlich genutzt.

In Barcelona auf den Geschmack gekommen

Inspiriert worden ist das Duo während eines Besuchs in Barcelona vor eineinhalb Jahren. „Nachdem wir dort ein vergleichbares Angebot gespielt haben, waren wir so begeistert, dass wir uns überlegt haben, das auch hier zu machen“, erzählt Christian Schiller.

Die Vorbereitungen für das Projekt dauerten dann rund dreieinhalb Monate. „Wir haben circa 30 bis 40 Testgruppen durch die Räume geschleust, um herauszufinden, ob die Rätsel – wie von uns erdacht – auch in der Praxis zu lösen sind und in welchem Zeitraum dies gelingt“, blickt Christian Schiller auf die Entwicklungsphase zurück. „Durch ständiges Anpassen der Rätsel haben wir so einen Mittelweg gefunden, der jeder Gruppe eine realistische Chance ermöglicht, zu entkommen.“

Ein Team besteht dabei aus zwei bis sechs Personen. Dass mehr Leute im Raum sind, führt jedoch nicht zwangsläufig dazu, dass auch der Ausbruch schneller gelingt – oder überhaupt. „Bei großen Gruppen ist die Absprache wichtig“, betont Christian Schiller. „Die Kommunikation steht im Vordergrund. Wir haben daher auch viele Firmen hier, die das Spiel zur Teambildung nutzen.“

Manchmal gibt es Tipps von außen

Die Idee soll aus Japan kommen und hat auch in Osteuropa viele Anhänger gefunden. In Hamburg – wie auch deutschlandweit – gibt es ebenfalls mehrere Spielmöglichkeiten. „In jeder Stadt, die wir privat besuchen, halten wir immer Ausschau nach weiteren Anbietern, um auch selbst nochmal rätseln zu dürfen“, sagt Christian Schiller.

Sollten die „Insassen“ in den Breakout-Räumen dann doch einmal auf dem Schlauch stehen oder nicht wirklich weiterkommen, gibt es Hilfe von außen. Christian Schiller und seine Mitarbeiter können die Teilnehmer über zwei Kameras beobachten und über einen Bildschirm Tipps geben. Kombinationen von Vorhängeschlössern werden allerdings nicht verraten.

Übrigens: Das Team Breakout macht keine Gefangenen. Nach einer Stunde wird die Tür selbstverständlich aufgeschlossen.

Autor: Markus Tischler
Bildbeschreibung Titelfoto: „Casa Moretta“: ein Raum, viele Rätsel.

21. Mai 2015 von Redaktion

Kategorien: Hamburg arbeitet, Unternehmenslust

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