ideenwerft hamburg

StartUp-Interview: leetboys|ideenwerft

Werbeagenturen gibt es in unserer Stadt viele. Und in den allermeisten sitzen haufenweise Kreative. Das ist bei den „leetboys“ und ihrer „ideenwerft hamburg“ im Herzen von Sankt Pauli natürlich nicht anders. Doch die junge, von Björn Weide (38) und Valentin Dörfel (39) gegründete Agentur will und kann noch viel mehr.

Von Anfang an unterstützen die „leetboys“ neben ihrer Arbeit für ihre Kunden engagiert und vollkommen kostenlos soziale Projekte und non-profit-Unternehmungen wie die unabhängige Obdachlosenhilfe „CaFèe mit Herz“ und den TV- & Radio-Sender „TIDE“. Ganz nach dem Motto: „Nicht nur übers Helfen schnacken, sondern machen!“

HAMBURG schnackt! sprach mit Björn Weide, dem Konzepter und Business Developer des StartUPs, über die Geschäftsidee der „leetboys“, ihre Finanzierungsstrategie und darüber, was die Zukunft ihrem Unternehmen hoffentlich bringen wird. 10 Fragen – von Elena Rudolph.

1. Können Sie uns zu Anfang bitte kurz Ihr StartUp-Konzept in drei bis vier Sätzen skizzieren?

Björn Weide: Wir sind eine Ideenwerft aus dem Herzen Sankt Paulis – im Volksmund auch Werbeagentur genannt. Wir haben uns unbewusst mit dem Bootstrapping-Ansatz erschaffen und sind binnen zwölf Monaten organisch zu einem soliden Unternehmen mit zehn Mitarbeitern und einigen Unternehmensbeteiligungen herangewachsen – so jedenfalls der O-Ton unseres Steuerberaters nach einem Jahr! Unser Konzept? Viel, viel Herz und mindestens ebenso viel Energie. Wir haben von Anfang an den Schwerpunkt auf die Akquise und den Vertrieb gelegt. Durch die für Werbeagenturen noch untypische und harte Neuakquise haben wir in kurzer Zeit einen durchaus vorzeigbaren Kundenstamm aus dem Mittelstand gewonnen. Nach dem Motto „Start small – think & build big“ möchten wir von der Agentur zur Image-Marke wachsen.

2. Wann und wie kamen Sie auf Ihre Geschäftsidee?

Björn Weide: Vor gut 14 Monaten haben unser Creative Director Valentin Dörfel und ich uns mit einem damaligen gemeinsamen Geschäftspartner überworfen. Wir setzten uns zusammen und brainstormten, wie man heute so sagt. Wir hatten noch nie gemeinsam eine eigene Unternehmung aufgebaut, sondern nur jahrelang gemeinsam für unterschiedliche Kunden gearbeitet. Das sollte sich ändern und so entstand die Idee, eine eigene Werbeagentur zu eröffnen: Die „leetboys | ideenwerft hamburg“ war geboren.

3. Was macht Ihr Konzept einzigartig, was zeichnet es aus?

Björn Weide: Kann es heute noch einzigartige, neue Konzepte geben? Im Grunde werden allseits aktuell erfolgreiche Konzeptbausteine übernommen und neu arrangiert – das macht dann ein modernes Konzept erfolgreich. Ob es dadurch einzigartig ist, bleibt fraglich. Was unser Konzept dennoch auszeichnet: Wir realisieren Kundenwünsche, auch wenn es im Grunde zeitlich nahezu unmöglich ist – dabei aber immer noch bei sehr hoher Qualität. Das geht nur mit viel persönlichem Engagement und einer großen Einsatzbereitschaft. Dafür stehen wir als Geschäftsführer und auch unsere Teams.

4. Was haben sie beide vor Ihrer Selbstständigkeit gemacht?

Björn Weide: Valentin hat am Institute of Design in Hamburg studiert und anschließend als Freelancer gearbeitet. Er hat die „four-in-one agentur für markenkommunikation“ gegründet und hier für einen Kunden ein Franchise-System über Mittel- und Südeuropa aufgebaut. Ich habe bis zum Vordiplom Soziologie in Wuppertal studiert, danach einen IHK-Abschluss als Anwendungsentwickler absolviert und später meine erste GmbH im Gaming/e-Sports-Sektor gegründet.

5. Wie sieht Ihr Arbeitsalltag heute aus?

Björn Weide: Aufstehen, Kaffee trinken und dann mit Kunden, Mitarbeitern, Geschäftspartnern und Freunden Herausforderungen lösen, Wünsche erfüllen, Lösungen erarbeiten und Zukunfts- und Wachstumspläne schmieden, verbreiten, umsetzen und pflegen. Wir machen was wir lieben und das 24 Stunden, 7 Tage die Woche. Dabei haben wir unglaublich viel Abwechslung und Spaß dank der vielfältigen Kundenprojekte aus den unterschiedlichsten Branchen und unseren Unternehmensbeteiligungen, wie etwa an „elbPaul“ – einer Mikrobrauerei aus Hamburg mit verdammt leckerem und mit Herzblut gebrauten Pils.

6. Wo sehen Sie Ihr Unternehmen in fünf Jahren?

Björn Weide: Wir haben einen Drei-Stufenplan für uns entwickelt: Der erste, kurzfristige Step ist der Aufbau eines stabil funktionierenden Start-Up-Unternehmens mit gesund wachsender Infrastruktur, um ein schnelles Wachstum – mit vielen kleinen oder einigen großen Kunden und Projekten – qualitativ und personell darstellen zu können. Und zwar ohne die typische Agenturmanie – wir wollen unseren Mitarbeitern nicht zu viele Überstunden abverlangen oder ein 13. Monatsgehalt einsparen, obwohl die Arbeitszeit eingeflossen ist. Stattdessen wollen wir eine wirklich familiäre und freundschaftliche Arbeitsatmosphäre.

Im zweiten, mittelfristigen Step möchten wir parallel zum Kerngeschäft ein starkes Partnernetzwerk auf- und ausbauen. Dadurch wollen wir eigene Leistungen noch zielgerichteter in Non-Profit- und soziale Projekte investieren. Aktuell unterstützen wir bereits die unabhängige Obdachlosenhilfe CaFèe mit Herz und den TV- & Radio-Sender TIDE. Der Schwerpunkt dieser Phase liegt auf der Bewerbung und Teilnahme an Awards, Eigenentwicklungen und weiterhin der Akquise.

Durch die ersten beiden Schritte (2 bis 3 Jahre) hoffen wir ausreichende bis üppige finanzielle Rücklagen gebildet zu haben. Im dritten, langfristigen Step wollen wir mehr eigene Projekte und Produkte realisieren und uns an interessanten Unternehmungen und Start-ups beteiligen. Dabei geht es darum, unsere Agentur als Image-Marke aufzubauen und zu etablieren.

7. Haben Sie – unternehmerische – Vorbilder?

Björn Weide: Da gibt es sicherlich die einen oder anderen, aber um einfach mal unsere zwei großen Gesinnungsvorbilder bei uns zu nennen: Herr Dörfel ist „Apple-ianer“ und ich bin „Google-istiker“ 🙂

8. Was würden Sie anderen empfehlen, die vorhaben ein StartUp zu gründen?

Björn Weide: Wir würden den Ansatz des Bootstrapping weiterempfehlen. Drei wichtige Kriterien sollte man dabei zum Start im Auge behalten: Erstens sollte man kein externes Kapital einsetzten. Zweitens sollte die Finanzierung ausschließlich über laufende Erlöse erfolgen. Und drittens sollten sich die Gründer in finanziellen Entscheidungen möglichst sparsam verhalten.

9. Was bedeutet Ihnen Hamburg?

Björn Weide: … Einfach alles! Hamburg zwingt einen mindestens einmal in die Knie. Aber wenn man am Ball bleibt, immer wieder aufsteht und seine Ideen und Pläne weiterverfolgt, dann schließt Hamburg Dich auch irgendwann in seine Arme! Alles weitere haben die „Beginner“ aus Hamburg bereits in ihrem Track „City Blues“ verewigt, dem wir Zeile für Zeile und Jahr für Jahr immer wieder beipflichten! Hamburg is’ derbe!

10. Von welchem anderen StartUp in Hamburg sind Sie so begeistert, dass Sie es uns weiter empfehlen möchten?

Björn Weide: Ganz klar: Die elbPaul brauereiwerft hamburg!
Auch auf Facebook.

WEITERE INFORMATIONEN

Wer mehr über die leetboys und ihre ideenwerft hamburg erfahren möchte, kann das hier…

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15. Januar 2014 von Redaktion

Kategorien: Hamburg wirbt, Unternehmenslust

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