Mein Hamburg: Jean-Pierre Joachimsmeier

Mein Hamburg: Jean-Pierre Joachimsmeier

Was lieben Sie an Hamburg – und was nicht? Was bewegt Ihr Leben oder was wollen Sie in Hamburg bewegen? Menschen erzählen über ihre Leidenschaften, Lieblingsorte und ihr Leben in unserer Stadt. Wir fragen Jean-Pierre Joachimsmeier, Geschäftsleiter des Flughafen-Cafés „Coffee to fly“.

Aus seinem Café „Coffee to fly“ kann Jean-Pierre Joachimsmeier den Flugzeugen beim Starten und Landen zuschauen. Meist hat er dafür allerdings keine Zeit: „Zu viel zu tun, wir wollen ja, dass die Gäste eine gute Zeit bei uns haben“. Und zusätzlich bewegt ihn ja noch seine Leidenschaft als Fotograf.

Jean-Pierre Joachimsmeier, Sie sind vor sieben Jahren nach Hamburg gezogen, was ist das Besondere an dieser Stadt?

Die Menschen. Ich komme aus dem Sauerland, dagegen sind die Hamburger herzlich.

Was sollte so bleiben?

Hamburg sollte weiterhin so grün bleiben. Ich habe hier städtische Zonen und dazwischen immer wieder Gartenbereiche und Parks, das gefällt mir sehr gut.

Was müsste sich in Hamburg ändern?

Die Kindergartenpolitik. Wir haben im vergangenen Jahr Zwillinge bekommen, die Kita-Gebühren werden uns ziemlich belasten. Außerdem wünsche ich mir, dass in Hamburg mehr für Kultur getan wird, anstatt immer mehr Gelder zu streichen.

Als Fotograf sind Sie stets auf der Suche nach guten Motiven. Haben Sie einen Lieblingsort?

Ich habe viele und gehe immer dahin, wo der Tourist nicht hinkommt und schaue hinter die Kulissen. Also nicht die Reeperbahn, sondern die kleinen Seitenstraßen. Abseits befinden sich die spannenderen Orte. Dabei schätze ich auch die sozial kritischen. Ich mag Gegensätze: Da ist das wahre Leben.

Da nehmen Sie auch Ihre Kamera mit?

Ja. Einmal hatte ich sogar das Glück, die Herbertstraße fotografieren zu können. Ich hatte den Betreiber einiger Häuser kennengelernt. Die Frauen wurden für eine halbe Stunde weggeschickt und ich konnte sehr stimmungsvolle Aufnahmen machen, denn es hatte gerade geregnet. Jetzt bin ich wohl der einzige, der solche Bilder besitzt.

Haben Sie einen Lieblingsschnack, der Sie in allen Lebenslagen begleitet? Was ist Ihr Motto?

Ich versuche, gut durchs Leben zu kommen und dabei genügend Rücksicht auf andere zu nehmen. Deshalb: Miteinander, nicht gegeneinander.

Text: Hilmar Schulz

29. Juli 2014 von Redaktion

Kategorien: Hamburg fotografiert, Kulturgenuss, Mein Hamburg

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