Mein Hamburg: Jan Köpke

Was lieben die Hamburger an ihrer Stadt – und was nicht? Was bewegt ihr Leben oder was wollen sie bewegen? Menschen erzählen über ihre Leidenschaften, Lieblingsorte und ihr Leben in unserer Metropole. Wir fragen Jan Köpke. Er ist Gründer und seit 15 Jahren Kopf der Hamburger Musikagentur popup-records.

Was macht Ihre Leidenschaft für Musik aus?

Ich denke, wie bei den meisten anderen auch: Musikhören sowie von Melodien, musikalischer Energie und Texten mitgenommen zu werden. Das sind einerseits sehr private Momente. Mit anderen gemeinsam ein Konzert zu erleben, ist wiederum ein gemeinschaftliches, aber genauso inspirierendes, bewegendes Ding.

Womit bringen Sie Musik, Sound und musikalische Freunde in die Stadt?

Neben der Arbeit an Albumveröffentlichungen und Tourneen diverser Künstler aus dem Indie/Pop/Rock Genre initiierte ich mit meiner Musikagentur popup-records immer wieder spannende Liveformate in Hamburg. Dazu zählt die altonale Pop Nacht, aber auch das im Sommer 2017 anlaufende Format SOMMER IN ALTONA: Hierfür wird im August für vier Wochen ein großes Zirkuszelt nahe des Nobistors aufgestellt, um ein vielseitiges Liveprogramm auf die Beine zu stellen.

Warum ist Hamburg-Altona ein guter Standort für Ihre Musikagentur?

Zunächst weil ich seit 20 Jahren sehr gerne hier wohne. Das hat wiederum viel mit den Leuten zu tun, die auch hier wohnen und die einem so begegnen. Die Nähe zu den Clubs ist natürlich auch sehr komfortabel für abendliche Konzertbesuche.

Können Sie aktuell musikalische Trends in Hamburg beobachten?

Hamburg ist aktuell (wieder einmal) ein starker Impulsgeber für die deutsche Hip Hop Szene. Obwohl ich da nicht so wirklich tief drinstecke. Ansonsten glaube ich nicht so richtig an „Trends“ – da geht’s oft nur um irgendwelche Fantasie-Hype-Begriffe, die mit relativ kurzer Halbwertzeit versehen in die Welt gesetzt werden. In Hamburg ist es aktuell ein interessantes Phänomen, dass unterschiedlichste Musikstile und Künstler den Weg in die Elbphilharmonie nehmen und ihnen dort ein zum Teil vorher nie erreichtes Publikum begeistert zuhört. Das ist doch irgendwie cool.

Welche/n Hamburger Musiker/in sollte man derzeit auf dem Zettel haben?

Bernd Begemann sollte man definitiv immer auf dem Zettel haben. Keine Frage.

Welche Hamburger Clubs besuchen Sie am Liebsten für Konzerte?

Molotow, Knust, Astrastube.

Wie konsumieren Sie am Liebsten Musik?

Schallplatten, Spotify, Youtube aber auch noch CDs.

Welche sind Ihre musikalischen Highlights in diesem Jahr?

Da verrate ich jetzt mal meine Wunschliste für den Record Store Day am 22. April: Olli Schulz und der Hund Marie – Ausflug mit Razzia Spacemen 3 – alle drei Reissues sowie Casper Brötzmann + T. Raumschmiere.

Gibt es auch ein privates Highlight?

Meine Hochzeit im Mai!

In welches berufliche Projekt stecken Sie derzeit Ihr meistes Herzblut?

Wir veranstalten im August SOMMER IN ALTONA – einen ganzen Monat lang Konzerte in einem großen Zirkuszelt, auf einer Grünfläche nahe dem Nobistor. Da steckt in der Tat ‘ne Menge drin. Herzblut und so einiges mehr. Das wird gut!

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Autor: Sebastian Król

Foto: © popup-records

5. April 2017 von Redaktion

Kategorien: Hamburg musiziert, Kulturgenuss, Mein Hamburg

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