Invasion der Stimmen, Hamburg

Invasion der Stimmen: Grenzenlos singen

Mehr als 500 Stimmen aus über 13 Ländern vereint in einem Lied – die in Hamburg lebenden Musiker Fabio Niehaus und Sandro Jahn waren in den letzten beiden Jahren in der Welt unterwegs und haben mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gesungen, gesummt, gerappt und gebeatboxt.

Herausgekommen ist eine ganz individuelle und facettenreiche Version ihres selbstkomponierten deutschen Popsongs „Invasion der Stimmen“ (www.invasion-der-stimmen.de). Und das alles für einen guten Zweck: Mit den Erlösen, die sich aus den Downloads des Songs „Invasion der Stimmen 2013“ ergeben, wird der Verein Schule fürs Leben e.V. (www.schulefuersleben.de) in seiner Arbeit unterstützt. HAMBURG schnackt! hat mit Fabio Niehaus und Sandro Jahn über die Hintergründe ihres Projekts gesprochen und wie sich Hunderte Hamburger in einer Großaktion daran beteiligten.

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Wie ist die Idee entstanden?

Sandro Jahn: Begonnen hat alles mit einer Anfrage des Goethe-Instituts in Island im Jahr 2011. Die Verantwortlichen dort hatten den Wunsch geäußert, gemeinsam mit uns ein Musikprojekt in Form eines Workshops ins Leben zu rufen, das Deutsch lernende Kinder und Jugendliche für das Singen in unserer Sprache begeistern sollte. Dabei galt es den Workshop so anzulegen, dass sich möglichst viele Kinder und Jugendliche daran beteiligen konnten – auch wenn sie noch keine besonders guten Deutschkenntnisse hatten. Deshalb suchten wir ein deutsches Lied, das leicht verständlich und einfach zu singen ist. Leider war das eher schwierig und so schrieben wir schließlich den Sommer über selbst ein Lied: Den Song „Invasion der Stimmen“.

Nach und nach haben wir den Song dann im Zuge weiterer Workshops auch mit Deutschschülern in anderen Ländern geprobt und gesungen – und alle waren mit Enthusiasmus dabei. So sind wir schließlich auf die Idee gekommen, den Gesang der Kinder und Jugendlichen aufzunehmen und das gesammelte Material zu einer Charity-Single zusammen zu schneiden.

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Welche Nationen sind bei der „Invasion der Stimmen 2013“ vertreten?

Sandro Jahn: 2011 haben wir bereits eine erste Version der „Invasion der Stimmen“ mit Jugendlichen aus vier europäischen Ländern eingesungen. An der aktuellen Single waren noch mehr Nationen beteiligt: Unter anderem Israel, die palästinensischen Autonomiegebiete, Finnland oder aber auch die Türkei. Dort sangen neben Türken beispielsweise auch Armenier, Ukrainer und Georgier mit. In Dresden konnten wir den Song auch mit Jugendlichen aus Ländern wie Australien, Kroatien, Rumänien und Russland aufnehmen.

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Wie laufen die Proben für den Song bei Euren Workshops ab?

Fabio Niehaus: In der Regel finden wir erst einmal heraus, worauf die Schüler eigentlich Lust haben, wie gut ihr Deutsch ist und wie musikalisch sie sind. Dann entscheiden wir, welchen Teil des Songs wir mit ihnen in welche Richtung entwickeln.

Sandro Jahn: Wenn man Musik produziert – gerade mit so großen Gruppen – muss man zunächst einmal hören, wie die Stimmen klingen und was die Sänger genau brauchen.

Fabio Niehaus: Je nachdem machen wir dann Übungen zur Aussprache einzelner Wörter, zum Rhythmus oder zur Atemtechnik. Da nicht nur mit Mikrofonen aufgenommen wird, sondern gleichzeitig meist eine Videokamera mitläuft, lassen wir manchmal auch ein wenig Performance-Training einfließen. Konzentriert einsingen und dabei in die Kamera strahlen ist eben nicht immer so einfach.

Invasion der Stimmen, Hamburg

Ihr seid aber auch in Hamburg auf Stimmenfang gegangen, oder?

Fabio Niehaus: Ja, wir waren bei zwei Proben des Mass-Choir-Events „Hamburg singt“, das unser Studienkollege Niels Schröder leitet, und haben einen Teil des Songs mit vielen Hamburgern geprobt und aufgenommen. Wir dachten uns, da wir in Hamburg leben, wäre es doch schön, wenn auch Hamburg seine Stimme für etwas Gutes gibt. Und durch die vielen erwachsenen Stimmen, die auf diese Weise dazugekommen sind, hat die Single auch eine ganz besondere Farbe erhalten.

 

INVASION DER STIMMEN
Der Song „Invasion der Stimmen 2013“ (www.invasion-der-stimmen.de) ist ab sofort auf allen bekannten Musikportalen (zum Beispiel iTunes, Amazon, Saturn) für 99 Cent erhältlich. Der Erlös geht an den Verein Schule fürs Leben e.V. (www.schulefuersleben.de), der sich für den Aufbau von Bildungseinrichtungen für mittellose Kinder und Jugendliche einsetzt. Mit ihrem Unternehmen Die Erfindenker (www.erfindenker.com) bieten Sandro Jahn und Fabio Niehaus musikalische Aus- und Weiterbildung an.

20. Dezember 2013 von

Kategorien: Hamburg musiziert, Kulturgenuss

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