Ein Stück Hamburg verschenken!

Genau vor vier Jahren begannen fünf junge Männer an den Landungsbrücken öffentlich mit ihrer Mission, Hamburger Liedgut frischen Wind einzuhauchen. Von der ersten Minute an wurde diese neu gegründete Formation geliebt. Es bildeten sich Menschentrauben und neben Silberlingen wurde auch Hamburger Kümmel in den Elbsegler gespendet.

Gute-Laune-Musiker

Die musikalischen Seemänner füllten ihr Logbuch in den vergangenen Jahren reichlich mit Stationen, an denen sie mit Konzerten, Revuen und zu den verrücktesten Anlässen vor Anker gingen.
Vom Knastkonzert im Santa Fu über den Weltfischbrötchentag im Ostseebad Grömitz bis nach Stuttgart auf dem Fischmarkt auf Reisen, wurde ihr Shanty-Schunkel-Schabernack bekannt. Ihrem ersten Varieté-Programm mit internationalen Artisten auf der „Alsterkult“-Messe auf Kampnagel folgte die Einladung zu den Ruhrfestspielen nach Recklinghausen und Kursäle – wie auf Sylt – wurden schnell gefüllt.

So wurden die großen privaten Theater Hamburgs wie das St. Pauli-, Schmidt- und Ohnsorg-Theater auf die fröhliche Truppe aufmerksam. Die Karten für die Varietéshows sind dort genauso schnell vergriffen wie auch auf den Gastspielen in den großen Theatern über die Republik verteilt. Albers Ahoi! musizierte sogar in Salzburg auf dem Jazz & the City Festival und wurde mit seinem Musiktheater auf der internationalen Kulturbörse für die Freiburger Leiter nominiert.

Dann begann das Pandemie-Zeitalter. Seit Mitte März haben die „normalerweise“ sehr fröhlichen Musiker knapp sechzig Absagen gesammelt.

Neues „ALBERS AHOI!“-Album: „Tosomen“

Doch die Musikanten in Matrosenhosen sind einfach nicht aufzuhalten. Während des ersten Lock-Downs haben sie sich in ihre Kombüse zurückgezogen und neu formiert. Mit Johannes Hirt alias Onkel Erwin haben sich die „Gute-Laune-Musiker“ einen schwäbischen Saxophon-Import aus dem Jazzbereich an Bord geholt und in der Hamburger Musikhochschule sind sie nach längerer Suche auf Frederik Loop alias Drummer Willi gestoßen. Gemeinsam wurden das Deck geschrubbt und die Segel für ein neues Projekt gesetzt. Es entstand neben einem neuen Online-Format das zweite Albers Ahoi!-Album mit dem insbesondere für diese Zeit so treffenden Namen „Tosomen“. (Tosomen ist Plattdeutsch und bedeutet zusammen/gemeinsam.)

 

In meinem Herzen Schatz, da ist für viele Platz

Stilecht direkt an der Küste im „Watt n Sound“-Studio in Emmelsbüll-Horsbüll eingespielt, entführen achteinhalb maritime Leckerbissen verspielt und verträumt in musikalische Seefahrerromantik. Zwischen bekannten Liedern wie dem leicht jazzig interpretierten „Hein Mück aus Bremerhaven“ und dem weltbekannten „La Paloma“ finden sich auch die geheimen Favoriten der Albers Ahoi!-Freunde wie „Mein Gorilla hat ‘ne Villa im Zoo“ oder „In meinem Herzen Schatz, da ist für viele Platz“. Aber auch die heimliche Hamburg-Hymne der Gebrüder Wolf „An der Eck steiht ‘n Jung mit ‘n Tüdelband“ und der nicht ganz so bekannte Song „Dat Paddelboot“ über den zuckersüßen Hannes sind auf der auf der frisch eingespielten Scheibe zu finden. International wird die CD durch Jacques Brels „Amsterdam“ in der Fassung von Hildegard Knef wie auch durch überraschende Kehrtwendungen in Musikstilen einzelner Songs, die plötzlich eher auf dem Balkan als auf der See zu finden sind. „Tosomen“ ist ein sehr liebevoll eingespieltes Album, das sich thematisch zwischen Hamburg und Haiti bewegt und die Liebe zur musikalischen Heimat genauso widerspiegelt wie auch den Drang, weltoffen und lebensfroh zu sein.

In einem äußerst stürmischen Jahr bei gleichzeitiger Ebbe ist die Freude der Band groß, dass die Scheibe pünktlich zur Adventzeit erscheint. Mit ihr kann Kultur erhalten und Freude sowie ein Stück Hamburg verschenkt werden.

Die CD ist ab Dezember online auf der Hafenseite der Band zu erwerben.

Kleine Kostprobe

HAMBURGschnackt.de wünscht ALBERS AHOI! weiterhin alles Gute! Auch unsere Redaktion freut sich auf das Album und wir dürfen – gemeinsam mit Ihnen, unseren Leserinnen und Lesern – schon einmal vorab eine Kostprobe hören:

 

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Wir haben die ALBERS AHOI!-Leichtmatrosen mal ganz persönlich nach ihren Lieblingsorten, Leidenschaften und Wünschen gefragt:

Warum die Leidenschaft für Hamburg?
Johnny: Hamburg ist unsere Heimatstadt und wunderschön. Mancher behauptet sogar, Hamburg sei die schönste Stadt der Welt. Auch Hans Albers ist hier geboren und hat die Stadt sein Leben lang aufs Schönste besungen. Die Liebe zu und die Leidenschaft für Hamburg sind ein sehr weit verbreitetes Phänomen und ein Kult, den wir für pflegenswert halten. Und dafür sind Albers‘ Lieder wie gemacht.

Was möchtet Ihr den Hamburgerinnen und Hamburgern schenken?
Fiete: Das herrliche Liedgut und die poetischen Texte von Hans Albers. Uns ist bei unseren Konzerten unter dem Motto „Man singt Hamburgisch“ aufgefallen, dass viele seiner Juwelen jenseits der „Reeperbahn nachts um halb eins“ in Vergessenheit geraten sind. Das möchten wir ändern!

Warum „ALBERS AHOI!“?
HoDi: Wir finden, dass es an der Zeit ist, die alten Lieder auch musikalisch neu zu interpretieren. Und wir merken, dass das Konzept mit Pauke, Tuba und Trompete – was es in der Form vorher noch nicht gab – auch weit über die Grenzen Hamburgs hinaus gut ankommt.

Wie begegnen Euch die Hamburgerinnen und Hamburger?
Onkel Erwin: Wir sind sehr überrascht, wie freudig die Menschen aller Generationen uns und der Musik begegnen. Unser Highlight: Bei einem Fotoshooting im Oevelgönner Museumshafen musizierten wir, mit der Folge, dass ein vorbeifahrender Lotse ein spontanes Schlepperballett hinlegte.

Willi: Unsere Musik regt eigentlich immer zum Tanzen an. Egal, ob wir im Pavillon in Planten un Blomen oder bei einem großen Event in der Fischauktionshalle auftreten. Sogar bei Menschen, denen die norddeutschen Klänge eigentlich nicht so vertraut sind, erleben wir das: Als wir vor Jahren in der kleinen Gasse beim „Silbersack“ einmal ein Straßenkonzert gaben, schwangen junge Leute aus dem Kosovo dazu spontan ihr Tanzbein.

Wie kann man Euch „normalerweise“ erleben?
Johnny: Vom Walking Act als maritime Marching Band über kleine und große Konzerte bis hin zur großen Varieté-Show mit Musik, Theater und Artistik. Gedöns, Seemannsgarn und witzige Anekdoten sind aber immer mit an Bord.

Fiete: Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Es gibt keinen Ort, an dem wir nicht vor Anker gehen. Am 16.04. 21 sorgen wir beispielsweise im Riekhof in Harburg zum zweiten Mal für ausgelassen-maritime Stimmung. Wir spielen viel im Ohnsorg Theater und am 28.11.2021 geht es dann genau ein Jahr später als geplant wieder auf die Reeperbahn, wo wir mit unserer Varieté-Show am 1. Advent im Schmidt Theater richtig Dampf machen.

Was wünscht Ihr Hamburg:
HoDi: Dass die Stadt so weltoffen bleibt. Die herzlichsten Begegnungen hatten wir eigentlich immer mit Menschen, die nicht unbedingt im Mittelpunkt der Gesellschaft stehen. Genau diese Herzlichkeit tut unserer Stadt gut!

Was sind Eure Lieblingsorte in Hamburg?
Fiete: Am liebsten bin und spiele ich bei Lukas im „Kleine Haie, große Fische“ zu lecker Matjesbrötchen gleich um die Ecke von meiner anderen großen Liebe, dem St. Pauli Theater, wo wir ja bei Peter Jordans herrlicher  „Störtebeker-Produktion“ mit am Start waren.

Willi: Ich freue mich immer wieder gerade durch ALBERS AHOI! neue schöne Ecken kennenzulernen. Ob nun Alsterdorf, Wellingsbüttel oder Rönneburg. Gut gefallen hat mir auch der Billhafen bei unserem letzten Fotoshooting. Aber am liebsten bin ich am Museumshaven in Övelgönne, wo ja auch der NDR ein kleines Portrait von uns gedreht hat.

Onkel Erwin: Ich liebe die alte hanseatische Architektur in der Neustadt, aber bin auch sehr gerne mit dem Rad auf der Veddel und in Wilhelmsburg unterwegs. Es ist schön, wie sich auf der Elbinsel Kulturen und Künstler begegnen und Neues entsteht.

HoDi: Ich liebe den Elbstrand! Schon als Jugendliche saßen wir da bei Bierchen und Lagerfeuer, heute spielen wir dort auf Hochzeiten und großen Events.

Johnny: Ich liebe den Volkspark, toll wäre es hier mal ein neuartiges Festival mit jungen Shanty-Formationen zu spielen.

Und Euer Lieblingsschnack?
Johnny, Fiete, HoDi, Willi und Onkel Erwin:
Uns Seemännern wird oft nachgesagt, wir hätten in jedem Hafen eine Braut. Das ist eine Lüge! Wir laufen gar nicht jeden Hafen an.

 

 

 

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Titelfoto: ALBERS AHOI! © Fritz Jaenecke
CD-Cover: ©ALBERS AHOI!

18. November 2020 von Redaktion

Kategorien: Hamburg musiziert, Kulturgenuss

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