Tea Time an der Elbe – auf eine Tasse Glück

Tea Time an der Elbe – auf eine Tasse Glück

Tea Time in Hamburg – auf eine Tasse Glück

Hamburg bietet viele Gelegenheiten, eine gute Tasse Tee zu genießen – ob in der puppenstubenartigen Zuckermonarchie, im chinesischen Teehaus Yu Garden oder dem urigen Witthüs. Die Frage ist allein, ob es ein schwarzer Tee sein soll oder ein grüner, ein englischer oder ein ostfriesischer, gewürzt oder aus dem Samowar…

Afternoon Tea

Eine gute Tasse Ceylon, dazu Ingwerkekse oder ein Gurkensandwich, so gegen 17 Uhr in aufrechter Haltung genossen, während das Gespräch stets einen leichten und gelassenen Ton hält: Der Afternoon Tea, die klassische britische Teezeremonie, ist nicht allein Genuss, sondern auch Ausdruck moralischer Überlegenheit über alle Widrigkeiten – sei es des Wetters oder der Welt im allgemeinen.

High Tea

Der High Tea ist ein wenig üppiger als der Afternoon Tea, aber nicht ganz so schwer, wie das abendliche Dinner. Zur kräftigen Tasse nimmt man Scones mit Clotted Cream, Sandwiches, aber auch schon Roast Beef.

  • Das Hotel Jacob serviert den High Tea in seiner Wohnhalle mit Elbblick.
  • Das Hotel Atlantic an der Alster bietet den klassischen britischen Nachmittagstee in seiner Lobby an.

Japanisch und chinesisch

Weiter östlich trinken die Menschen auf andere, viel ältere Weise Tee. Aus unfermentierten, grünen Blättern, und für den europäischen Gaumen unendlich fein. Grüner Tee kann nach Wiese schmecken und duften, nach Erde oder Pfirsich. Und ist doch immer alleine Tee. Es gibt Menschen, die der Pflanze wahre Sensationen entlockt.
Die japanische Teezeremonie dauert lange. Der erste kurze Aufguss wird im allgemeinen nicht getrunken, die folgenden Aufgüsse schmecken nicht nur verschieden, sie haben auch unterschiedliche Wirkung.

Tee auf indische Art

Wer sich nach einem Tee in einer besonders spirituellen Atmosphäre sehnt, wird sich im Golden Temple wohlfühlen. Das Teehaus im Uni-Viertel serviert indische Gewürztees und ayurvedische Tees. Gäste schätzen die Yoga-Atmosphäre ebenso wie den Ingwer-Dattel-Kuchen. Am Abend gibt es dazu gelegentlich Sitarmusik oder ein Mantrakonzert.

Türkischer Samowar

Ganz anders, aber köstlich, kann türkischer Tee sein. Meist kommen fermentierte Blätter aus der Schwarzmeerprovinz Rize zum Einsatz, die viele Gerbstoffe beinhalten. Sie sind es, die den starken Aufguss im Samowar über Stunden aromatisch erhalten, ohne bitter zu werden. Dieses Konzentrat wird mit heißem Wasser verlängert und mit viel Zucker aus kleinen, bauchigen Gläsern getrunken. Dazu einen frisch gebackenen Sesamring und man fühlt sich einfach wohler. In vielen türkischen Cafés und Gaststätten.

Norddeutsche Teetied

In Norddeutschland hat sich im Laufe der Zeit eine eigene Teekultur entwickelt. Berühmt ist vor allem die ostfriesische Teetied, bei der in eine kleine Tasse nacheinander ein großes Zuckerstück, starker Assam und ein Löffel Rahm oder Sahne gegeben wird. Eine echte ostfriesische Teestube gibt es in Hamburg zwar nicht. Aber zahlreiche Cafés bieten Ostfriesentee an, besonders gemütlich im Witthüs.

Keine Lust auszugehen? Was es für eine Teezeremonie zu Hause braucht:

Spülen Sie die Teekanne und das Sieb gründlich mit kochendem Wasser, um sie von allem Muff zu befreien und vorzuwärmen. In das Sieb kommt – nach Vorliebe – ein guter Ceylon, Assam, Darjeeling, Yünnan… Jedoch eher ein schwarzer Tee. Und eher auch ein wenig mehr als weniger. Mit Wasser, das kurz sprudelnd gekocht hat, aufgießen. Wie lange der Tee zieht, hängt alleine von Ihrem Geschmack ab. Bei einem feinen Broken sollte es mindestens eine Minute sein, bei ganzen Blättern mindestens drei Minuten.
Spätestens jetzt ist es Zeit, den Fernseher und die Leuchtstoffröhren auszuschalten!

Ob Sie nun zuerst die Milch und dann den Tee in die Tasse geben oder umgekehrt, ist eine heikle Frage. In England wird über darüber seit Jahrhunderten gestritten, bislang ohne Entscheidung. Statt Milch ist auch ein wenig Zucker denkbar. Zitrone nicht. Und ganz unmöglich ist Honig. Er legt sich penetrant über jedes Teearoma. Als gute Begleitung hat sich Shortbread, jener schlichte, leicht gesalzene Mürbeteig-Keks erwiesen, idealerweise mit Ingwerstückchen.

 

Genuss in Hamburg: TeeGschwendner Tea-Lounge

 

Autor: Hilmar Schulz

Foto: © Fotolia/dream79

4. Januar 2017 von Redaktion

Kategorien: Hamburg genießt, Lebensfreude

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