So werden Sie als Arbeitgebermarke attraktiv

Aufbau und Pflege Ihrer Arbeitgebermarke bedeuten kontinuierliche Kommunikationsmaßnahmen – zielgruppenspezifisch und über alle Kanäle hinweg. Erfahrene Führungskräfte erwarten zum Beispiel eine andere Ansprache als Digital Natives. Die Möglichkeiten, Kontaktpunkte zu schaffen, sind extrem vielfältig geworden. Michael H. Hahl ist Experte für Employer- & Personal Branding. Er erklärt die Vorteile des Mitarbeiters als Markenbotschafter und somit als Unternehmensfürsprecher in der Arbeitgeberkommunikation.

Anziehendes Storytelling

In jedem Fall punkten Unternehmen mit pfiffigen Ideen und ansprechenden Geschichten. „Tue Gutes und rede darüber“ gilt auch hier. Für den Erfolg zählt zudem ein insgesamt authentisches, stimmiges Erscheinungsbild nach innen und außen. Inhaltlich gutes und konsequentes Storytelling ist gefragt, über das Arbeitgeber in Form von PR- und Pressearbeit, Content-Marketing und Social-Media-Arbeit ihre relevanten, aber vor allem ansprechenden Botschaften verbreiten.

Geschichten, die zeigen, wie sehr es sich lohnt, in diesem Unternehmen zu arbeiten

Storytelling stellt meist eine Persönlichkeit, einen Helden in den Vordergrund. Wer kann das im Umfeld der Arbeitgeberkommunikation besser verkörpern als die eigenen zufriedenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter? Sie begeistern sich für das Unternehmen, identifizieren sich mit ihm. Sie sind mitten im Geschehen, wenn es darum geht, ansprechende kleine und große Themen zu identifizieren und zu transportieren, vielleicht auch mal lustige Begebenheiten, Erfolge des Unternehmens und vieles mehr. Wer also kann authentischer vermitteln, dass es sich lohnt, in ihrem Betrieb zu arbeiten!

Ihre Mitarbeiter sprechen für Sie

Und genau da setzt die Idee des Markenbotschafters an. Der Markenbotschafter spricht für sein Unternehmen, macht es als attraktive Marke erlebbar und interessiert potenzielle neue Arbeitskräfte für das Unternehmen. Einer, der dieses Thema bestens kennt, ist der in Hamburg ansässige Experte Michael H. Hahl.

Was ist ein Markenbotschafter genau, Michael Hahl?

Ich sehe den Markenbotschafter als wichtigen Repräsentanten seines Unternehmens. Und dies sowohl extern als auch intern. Er verkörpert den Wunsch vieler Unternehmen nach Identifikation, unternehmerischem Denken und Handeln und nach dem Unternehmer im Unternehmen. Er ist Multiplikator und Empfehlungsgeber und ich gehe weiter: auch verlässlicher Partner.

Warum ist ein Markenbotschafter für ein Unternehmen heute so wichtig?

Gerade bei den aktuell und künftig so entscheidenden Themen wie Employer Branding, Mitarbeiterbindung, War of Talents, New Work usw. kann ein Markenbotschafter unterstützen. Aber auch im Unternehmen kann er Stimmungen auffangen, ggf. Bindeglied zwischen Belegschaft und Unternehmensführung werden. Vorschläge unterbreiten und damit auch die von Unternehmerseite oft gewünschte Innovation aktivieren. Ich kann jedem Unternehmen, egal welcher Größe, nur empfehlen, Markenbotschafter aktiv zu suchen und zu entwickeln, ggf. auch einzustellen.

Wer kann Markenbotschafter sein und wie wird man Markenbotschafter?

Grundsätzlich kann dies jeder Mitarbeiter, der sich für sein Unternehmen engagiert, der hervorragende Leistung zeigt und auch einmal die „extra Meile“ geht. Jemand der Ideen hat, der weiß, wie der Laden läuft, der seinen Bereich und sein Team kennt und der positiv auffällt. Übrigens muss ein Markenbotschafter nicht zwangsläufig aus der Führungsebene kommen. Was er meiner Meinung nach muss, ist Spaß haben an seiner Aufgabe und an der (Weiter-)Entwicklung des Unternehmens.

Was ist Ihrer Meinung nach die Aufgabe des Unternehmens, wenn es um das Thema Markenbotschafter geht?

Viele Unternehmen haben bereits den Wert des Markenbotschafters erkannt und bilden diesen sogar aus. Es geht nicht nur darum, gutes Personal zu finden, sondern dies auch zu entwickeln, hier sehe ich noch enormes Potenzial. Ich empfehle Unternehmen tief in die Mitarbeiterstruktur einzutauchen, sich aktiv mit Abläufen, Abteilungen sowie den Mitarbeitern und deren Aufgaben zu beschäftigen, sich zu interessieren und mit Führungskräften und Teams zu kommunizieren. Nur so kann man Markenbotschafter identifizieren. An der Oberfläche wird man selten fündig. Lassen Sie es mich ein wenig mit dem Perlentauchen der Ama vergleichen: Man muss tief, oft und manchmal lange tauchen, man muss eine starke Kondition beweisen, bis man fündig wird. Aber es lohnt sich.

Was empfehlen Sie Unternehmen, was geben Sie ihnen mit auf den Weg?

Als langjähriger Berater in diesem Bereich, kann ich nur empfehlen, rechtzeitig das Thema auf die Agenda zu setzen und frühzeitig Gespräche zu führen – und vor allem gezielt und strukturiert vorzugehen und anzusprechen. Eine authentischere, glaubhaftere Darstellung des Unternehmens, der Abläufe, des Betriebsklimas und der Aufgaben als durch den Markenbotschafter, gibt es nicht. Seien Sie offen dafür, es lohnt sich!

 

 

Dank: Unser herzlicher Dank gilt unserem Online-Medienpartner, business-on.de, für die Themen-Inspiration und das Interview.
Autorin:
Tanja Königshagen
Foto: © Michael H. Hahl 

11. Juli 2018 von Redaktion

Kategorien: Entscheider, Hamburg berät, Unternehmenslust

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