ParkSport Skatearena: Lester Kasai

ParkSport – Wellenreiten auf Beton

Die IGS ist Geschichte, dem „ParkSport“ soll die Zukunft gehören. Eine Genossenschaft bringt Bewegung in das Projekt.

Not macht erfinderisch. Oder aber auch: Warum sollte man einen Swimmingpool nicht benutzen, nur weil er gerade leer ist? Schließlich ist nicht jedes Becken nach dem Prinzip quadratisch, praktisch und gut gebaut, sondern offenbart größere oder kleinere Rundungen, die sonst vom Wasser verborgen werden. Und so haben irgendwann irgendwelche Skateboarder irgendwo – vermutlich in Kalifornien – festgestellt: Wenn man in diesen Pools schon nicht baden gehen kann, dann lässt man es eben rollen.

Insofern ist es wenig erstaunlich, dass die Wände des Skateovals auf dem ehemaligen Gelände der Internationalen Gartenschau in Wilhelmsburg an Wellenbewegungen erinnern. Immerhin hat an der Planung einer der Größen des Skateboarding mitgewirkt. „Es ist perfekt, ein gutes Design und eine glatte und geschmeidige Oberfläche“, schwärmte Lester Kasai bei einem seiner Besuche. Und der Profi kann das so gut beurteilen wie kaum ein anderer. Schließlich begann er in den 80er-Jahren mit seinen Freunden aus dem „Sadlands Team“ in seiner Heimat besagte leere Swimmingpools als kleine Skatearenen zu nutzen.

Das Angebot für Sport- und Freizeitaktivitäten soll erweitert werden

Das Gelände, das während der IGS als „Welt der Bewegung“ bezeichnet wurde, bietet aber noch mehr: Es gibt einen „Wasserfußball“-Platz, einen Geschicklichkeitsparcours, einen Basketballplatz, eine Kletterhalle, einen Hochseilgarten und eine Schwimmhalle, weshalb Yvonne Zimmermann auch von der „Sportinsel“ inmitten von Wilhelmsburg spricht. Das Vorstandsmitglied der Sparda Bank Hamburg eG ist zugleich Aufsichtsratsvorsitzende der im April 2014 gegründeten ParkSport Wilhelmsburger Sportinsel Genossenschaft eG.

Marvin Willoughby
Marvin Willoughby hofft statt Körben auf viel Unterstützung für die Sportinsel.

Diese ist von 14 Vereinen, Unternehmen und Institutionen ins Leben gerufen worden und hat sich zum Ziel gesetzt, „diese außergewöhnliche Sport- und Freizeit-Infrastruktur zu erhalten, aktiv weiterzuentwickeln und neue Angebote zu schaffen“, erklärt Yvonne Zimmermann – und fügt hinzu: „Das Leistungsangebot und das Engagement aller beteiligten Akteure ist in dieser Form bislang einzigartig in Norddeutschland.“

Die Kids sollen nicht nur konsumieren

Es geht der Genossenschaft allerdings nicht nur darum, alte Angebote aufrechtzuerhalten und neue Angebote zu schaffen. „Die Sportinsel soll auch zu einem Ort werden für die Jugendlichen, den sie cool finden und wertschätzen“, sagt Marvin Willboughy, Vorsitzender der ParkSport Genossenschaft. „Die Kids sollen hier nicht nur konsumieren. Sie sollen auch lernen, sich ihre Sportinsel zu erhalten. Wir wollen das Verständnis wecken, nachhaltig mit ihr umzugehen.“

Cool finden und wertschätzen, das aber soll sich nicht nur auf die Jugendlichen beschränken. Am 17. August findet auf dem ParkSport-Gelände eine Veranstaltung statt, um den Hamburgern ins Gedächtnis zu rufen, dass dort eine Menge in Bewegung ist. Und wer weiß, vielleicht wird es eines Tages heißen: „Kommt, lasst uns einen Tag auf der ‚Sportinsel‘ verbringen.“ Oder besser noch: „Sportschatzinsel.“

Autor: Markus Tischler

4. August 2014 von Redaktion

Kategorien: Hamburg bewegt, Tatkraft

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