Neues Video „Ich bin in Hamburg“ beschwingt

Seemannslieder wie die von Hans Albers haben Kultstatus. Höchste Zeit, diesem Kulturschatz neues Leben einzuhauchen, dachte sich Moritz von Hurter. So geschehen: Wie ein junger Helmut Schmidt springt er in seinem neuen Musikvideo durch Hamburgs schönste Ecken und zeigt die Hansestadt von ihrer sympathischsten Seite.

Sie sind im Musikvideo traditionell hamburgisch gekleidet. Tragen Sie solche Sachen auch privat, Moritz von Hurter?

Fischerhemd, Trenchcoat, Hose und Schuhe besaß ich tatsächlich bereits vor dem Musikvideo. Extra angeschafft habe ich lediglich die Schirmmütze. Ich trage sie seitdem auch gern privat, das Fischerhemd weniger. Mir war es wichtig, im Musikvideo kein Kostüm zu tragen, sondern eine Erscheinung abzugeben, die heutzutage als cool gilt und dennoch Hamburgs Tradition beinhaltet.

 

Woher kommt Ihre Leidenschaft für Hamburg?

Ich bin hier aufgewachsen. Ich habe viel von der Welt gesehen und musste zurückkommen. Ich liebe die Stadt einfach, weil Hamburg so ist, wie es ist. Das Wetter ist zum Beispiel nicht optimal, wie auch im Video zu sehen: Es ist bewölkt, und es regnet – und das mitten im Sommer. Aber Hamburg verliert dadurch nicht seinen Charme. Im Gegenteil.

Hamburg vereint Tradition und Moderne. Welche Rolle spielen diese beiden Seiten für Sie?

Eine wichtige. Tradition hat viele Vorteile. Sie zu vernachlässigen wäre nicht sehr klug. Allerdings darf die Tradition auch nicht den Blick in die Zukunft verbauen. Man profitiert, wenn man Tradition und modernen Zeitgeist geschickt miteinander verknüpft. Genau diese Symbiose soll das Video widerspiegeln.

Wer steckt alles hinter dem Song „Ich bin in Hamburg“?

Ich bin solo unterwegs, habe sämtliche Instrumente eingespielt, die Stimmen selbst gesungen und auch den Song eigens produziert. Dazu musste ich meine Stimme jedoch ordentlich verstellen. Es war nicht ganz einfach, diesen Song zu singen.

Sie haben noch weitere Songs über Hamburg geschrieben, zum Beispiel „Ankertattoo“. Stilistisch ist es hier eine ganz andere Richtung. Wie wird es musikalisch für Sie weitergehen?

Stilistisch ist meine Musik sehr divers, das stimmt. Ich bin der Meinung, dass auch unterschiedliche Stilrichtungen einen wiedererkennbaren Kern haben können. Dabei finde ich es extrem spannend, Musikstile auszuprobieren. Das zeichnet meine Musik aus: Vielfalt und Experimentierfreude. Daher kann ich auch nicht sagen, wie es weitergehen wird.

 

Was glauben Sie, würden Hamburger Originale wie Hans Albers oder Helmut Schmidt zu Ihnen sagen, wenn sie noch leben würden?

Ich denke, sie wären sehr höflich und würden mir freundlich und anständig gratulieren, denn so sind Hamburger. Was sie in Wahrheit denken würden, ist schwieriger zu beantworten. Wahrscheinlich würde Helmut Schmidt mich als einen etwas albernen, aber freundlichen jungen Mann sehen. Hans Albers würde mich sicherlich besser verstehen. Und ich würde sehr gern einmal meinen Becher in seine berühmte Pfirsich-Bowle tunken.

Wo ist Hamburg im Winter am schönsten?

In Planten un Blomen, speziell auf der Eisbahn. Allein der Weg dorthin ist wunderschön, wenn er mit Schnee bedeckt ist und die kleinen Bäche und Pfützen zugefroren sind. Am liebsten morgens um 10.00 Uhr: Der Tag liegt vor dir – und du weißt, er wird gut.

 

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Foto/Videos: © Moritz von Hurter

15. November 2017 von Redaktion

Kategorien: Hamburg begeistert, Stadtliebe

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