David Grabowski: der umtriebige Jazzman

Der Hamburger Musiker David Grabowski und sein Debütalbum „Land in Sicht“ stehen für eine moderne Interpretation des Jazz, die aber immer wieder die Tradition legendärer Klassiker und unvergessener Idole durchscheinen lässt.

Ein Traum wird wahr

„Für mich ist Jazz ein Spiel mit dem Unvorhersehbaren. Deshalb liebe ich diese Musik. Egal wie viele Pläne manmacht, am Ende wächst man dadurch, dass man von ihnen abweicht,“ sagt David Grabowski. Seine Musikwelt beschreibt der 27-Jährige als atmosphärischen, modernen Jazz, angesiedelt zwischen Post-bop-Harmonik und Artpop-Ästhetik.

Der Wahl-Hamburger will in seinen Klangwelten alle Einflüsse vereinen, die seine musikalische Persönlichkeit geprägt haben. Und die reichen von Radiohead und Nirvana über Miles Davis und John Coltrane bis Igor Strawinsky. Ende 2015 erfüllte sich der Sohn polnischer Einwanderer mit der Gründung seines eigenen Quartetts einen Traum. Im vergangenen Jahr veröffentlichte Grabowski, der jüngst sein Doppelstudium mit dem Master of Education und dem Bachelor of Music abschloss, sein Debütalbum „Land in Sicht“ auf Housemaster Records. Die Eigenkompositionen bieten eingängige Grooves mit komplexen Melodien und überraschenden Harmonieverläufen.

Musikalisch umtriebig

Sein Bedürfnis nach musikalischer Vielfalt lebt der gebürtige Lübecker in diversen musikalischen Projekten aus. So huldigt er mit der Sängerin Cleo als traditionelles Jazz-Duo Cleo & David Grabowski den Jazz-Legenden Ella Fitzgerald und Joe Pass. Bei der deutschsprachigen Popband Pudeldame ist der Gitarrist neben dem Schauspieler Jonay Nay auch am Mikrofon zu hören und als Komponist aktiv. Bei The Ragtime Bandits zupft David Grabowski das Banjo im New-Orleans-Style. Mit dem australischen Jazz-Posaunisten Cameron Buma und sechs weiteren Mitspielern aus der Hamburger Musikszene kreiert Grabowski im Cam Buma Project einen urbanen Sound zwischen Jazz, Hip-Hop und Funk. Für eine dezentere Klangvariation steht das Jazz-Up Trio. In seiner Jazzreihe „IM:PULSE“, die er alle zwei Wochen im Jazz Café des Hamburger Mojo Clubs veranstaltet, werden verschiedene Jazzmusiker aus ganz Deutschland eingeladen.

Grabowski live erleben

Wer den Hamburger Musiker auf der Bühne erleben möchte, findet die Termine aller seiner Projekte in den kommenden Monaten auf seiner Website unter der Rubrik „Live“. Der nächste Auftritt des David Grabowski Quartetts in Hamburg ist am 26. April im Jazz Café des Mojo Clubs.

 

 

Autorin: Natascha Gotta
Titielfoto: David Grabowski © Studioline Photography
Foto: Albumcover „Land in Sicht“ © Sophie Daum

21. März 2018 von Redaktion

Kategorien: Hamburg musiziert, Kulturgenuss

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