Stint-Saison: Vom Kutter in die Pfanne

Die handgroßen Fische haben jetzt Saison und landen als regionaler Hochgenuss fangfrisch vom Kutter in der Pfanne vieler Restaurants entlang der Elbe. Schlemmerfreunde können sich das saisonale Highlight bis Ende März auf der Zunge zergehen lassen.

Kleiner Elbfisch

Der Stint, wegen seines Geruchs im Rohzustand auch „Gurkenfisch“ genannt, wird von Feinschmeckern hoch geschätzt. Die kleinen Köstlichkeiten werden etwa 15 bis 20 Zentimeter groß und leben in den europäischen Küstengewässern. Zur Laichzeit zieht es die Kultfische von der Nordsee flussaufwärts in die Elbe. Wurden die kleinen, silbrig glänzenden Fische noch Anfang des 19. Jahrhunderts in Massen gefangen und an Nutztiere verfüttert, verschwand der Stint infolge der starken Wasserverschmutzung fast vollständig. Mit einer Verbesserung der Wasserqualität in den 90er Jahren kehrten die Stinte zurück in die Elbe und werden ab Februar für kurze Zeit als regionale Gaumenfreude serviert.

Stint richtig essen und genießen

Ob traditionell goldbraun gebraten und knusperfrisch aus der Pfanne mit Bratkartoffeln und Zwiebel-Dipp, gebacken, geräuchert oder eingelegt: Die Gräten der kleinen Leckerbissen sind so zart, dass sie mitgegessen werden können. Der Gaumenschmaus darf anstelle von Gabel und Messer auch mit den Fingern verputzt werden. Dazu den Schwanz mit den Fingern greifen, in den servierten Dipp oder die Stippe tauchen und dann ab in den Mund. Am Ende bleibt nur der Schwanz übrig.

Fangfrisch auf den Teller

Wer die saisonale Delikatesse genießen möchte, wird im Restaurant „Zum Bäcker“ am Strandweg 36 gut bedient. Das Familienrestaurant am Elbstrand ist das älteste Restaurant in Blankenese seit 1733 und serviert frischen Stint von der Oberelbe, gefangen vom Fischkutter Ostetal. Auch ein Sprung über die Elbe lohnt sich: Der reisefreudige Feinschmecker wird in den Restaurants „Finkenwerder Elbblick“ oder Das Gasthaus zur Post“ mit kross gebratenem Stint verwöhnt. Direkt vom Kutter serviert der Elbfischer Lothar Buckow seinen Fang mit hausgemachter Remouladensauce.

 

 

 

 

Autorin: Natascha Gotta
Foto: MBFoto – Fotolia.com

28. Februar 2018 von Redaktion

Kategorien: Hamburg speist, Lebensfreude

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