Draussensport_Slacklining

Sportlich, sportlich – und ein wenig verrückt

Wife Carrying oder Slacklining sind in. Nie gehört? Hamburg schnackt! präsentiert diese und andere exotische Draußensportarten.

Der Sommer kommt und damit die Zeit der Außer-Haus-Aktivitäten. Klar, Grillen gehört dazu. Man kann sich aber auch sportlichen Aktivitäten widmen. Das Angebot ist groß, man muss es nur wollen.

Slacklining ist Seiltanzen auf verrückte Art. Slackliner balancieren und springen auf einem Schlauchband umher, das zwischen zwei Bäumen gespannt ist. Regelmäßig zu beobachten im Moorweidenpark am Dammtor. Fortgeschrittene nutzen das Band wie ein Trampolin, werden in die Luft geschleudert und kommen präzise wieder auf. Achtung: Slacklining ist nichts für wackelige Knie, es kann einem schon beim Zugucken schwindelig werden!

Zum Limbo Skating braucht es Rollschuhe und möglichst gelenkige Beine. Wie beim aus der Karibik stammenden Limbo-Tanz wartet ein Hindernis, das ohne Berührung unterquert werden muss. Da hilft ein lockerer Seitspagat, das Gesicht berührt fast den Boden. Mit jeder Runde wird das Hindernis niedriger gelegt. “Bei Wetten, dass…? ” fuhr eine Kandidatin unter einer dicht über dem Boden befindlichen Glasplatte hindurch. Für uns Hamburger kein Problem, oder?

Draußensport: Disc Golf Club Hamburg

Disc Golf mixt Basketball und Frisbee. Die Körbe sind einen Meter hoch, stehen zum Beispiel im Park vor der U-Bahn-Haltestelle Sengelmannstraße. Man braucht Frisbee-Scheiben und als Hamburger regenfeste Kleidung. Es gilt, die Scheibe mit möglichst wenigen Versuchen in den Korb zu befördern – und das aus Entfernungen von bis zu 200 Metern. Seit 1998 gibt es den Disc Golf Club in Hamburg, der sich im Übrigen Zuwachs wünscht.

Kirschkernweitspucken gibt’s nicht nur auf Kindergeburtstagen, sondern ist ein Profisport: Im Juli richtet das nordrhein-westfälische Düren die Weltmeisterschaft aus. Weltrekordhalter ist Oliver Kuck, der Könner aus dem rheinischen Hürtgenwald katapultierte seinen Kern vor elf Jahren 21,71 Meter weit. Dieser Sport ist Zungen- und Lippentraining zugleich, das kann gerade im Sommer sehr nützlich sein. Die Zunge wird zu einem Kanal eingerollt, und der Kern mit Körperspannung und ein wenig Anlauf heraus geschossen. Wer beim ersten Mal mehr als zehn Meter schafft, sollte über eine professionelle Laufbahn nachdenken.
Würmer und Ehefrauen – die Mischung macht’s

Auf eine Idee wie Worm Charming konnten natürlich nur die Briten kommen. Bei der Sportart erhält jeder Teilnehmer ein festes Areal, eine Mistgabel, ein Holzstück und einen Ghettoblaster. Damit müssen in 30 Minuten so viele Würmer wie möglich aus der Erde gelockt werden – ohne zu buddeln. Wie das funktioniert? Geräte und Musik erzeugen Vibrationen, die Würmer sind genervt und kriechen aus der Erde hervor. Der offizielle Weltrekord stammt aus dem Jahre 1980: 511 Würmer. Da geht noch was! Für Hamburger von Vorteil: Die Tierchen können gleich vis à vis am Wasser weiterverwendet werden. Denn Angeln ist auch ein super Draußensport.

Wife Carrying ist etwas für sportliche Jungs. Beim finnischen Wettlauf schultern sie ihre Ladys und rennen um die Wette – durch Wasser und Wälder, über Sandstrände und Wiesen. Die besten Tragepositionen: Huckepack nehmen, über die Schulter legen oder auf den Schultern sitzen lassen. Böse Zungen vermuten den Ursprung dieses Sports in der Zeit, als Männer ihre Ehefrauen in spe noch aus den Nachbardörfern wegklauen mussten. Praktisch: So lassen sich schnell neue Kontakte knüpfen. Einfach die Dame vom Nachbargrill schultern und los. Kein Witz: Es gibt sogar Wife Carrying World Championships, seit 1992 werden die Welttitelkämpfe jährlich im finnischen Sonkajarvi ausgetragen.

Autorin: Anja-Katharina Riesterer
Header-Foto: Nicolas Pasqualini

28. April 2014 von Redaktion

Kategorien: Hamburg trainiert, Sportbegeisterung

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