15.05.2013: Krach & Getoese; Talentwettbewerb

RockCity Hamburg: Hier spielt die Musik!

»Zum Rockstar wirste geboren oder von RockCity zu einem gemacht!« Treffender als Henning Besser alias DJ PHONO und Mitglied der Hamburger Hip-Hop- und Elektropunk-Formation DEICHKIND lässt sich das Engagement von RockCity Hamburg e.V. kaum beschreiben. Eines Vereins, der sich seit über 25 Jahren für die Belange von Musikern in unserer Stadt stark macht. Übrigens: Noch bis zum 17.3. können sich Bands aus Hamburg und Umgebung beim Hamburger Musikerpreis „Krach & Getöse“ bewerben.

1987 gegründet, verschaffte sich RockCity in Hamburg sofort musikalische Beachtung. Bereits im ersten Jahr erfand der junge Verein das Rockspektakel auf dem Rathausmarkt und die deutschlandweite erste Nacht der Clubs.

In den 90ern unterstützte RockCity Bands der sogenannten Hamburger Schule und des deutschsprachigen HipHop (wie Die Goldenen Zitronen, Kolossale Jugend, Die Sterne oder Jan Delay) mit Bandbussen, Vertragsprüfungen oder schlauen Ratschlägen. Man organisierte Musikprojekte und Veranstaltungen im In- und Ausland, coachte Musiker in Sachen Management und Selbstvermarktung, lange bevor der Begriff »Coach« modern wurde. Kurzum: RockCity etablierte sich als Zentralorgan für Hamburgs Musikschaffende – mit heute rund 2.500 Mitgliedern.

Brücke von der Idee in den Markt

Mit dem Selbstverständnis einer lokalen Musikervertretung verfolgt der Verein selbst keine monetären Interessen. Er ist gemeinnützig. Und er sieht sich als Brücke von der musikalischen Idee in die Musikbranche. Dafür entwickelt man hier unermüdlich kreative Projekte, in denen neuprofessionelle und professionelle  Musiker und Musikerinnen aus Hamburg Arbeit finden.

RockCity-Babies

Gestützt durch das große Engagement von Mitgliedern und Partnern sowie durch Zuwendungen  der Kulturbehörde, Stiftern, Spendern und privatwirtschaftlichen Sponsoren entstanden um RockCity herum nach und nach weitere musikalische Organisationen, wie der Verband unabhängiger Musikunternehmen (www.vut-nord.de), das Clubkombinat Hamburg e.V. (2004), die HANSEPLATTE (erstes Geschäft mit rein lokalem Musikangebot weltweit) sowie der Bundesverband Popularmusik (2012).

Bei der Taufe dieser RockCity-Babies stand eine Frau fast immer als Ideen- und Impulsgeberin Patin: Andrea Rothaug, seit 11 Jahren Geschäftsführerin des Vereins, steht jeden Tag aufs Neue für ihre Musiker in Flammen und schwimmt für deren Interessen auch schon mal gegen den Strom.

Das POPLABOR

Aktuell setzt sich die RockCity-Fronfrau mal wieder für die Finanzierung eines neuen Projekts ein: Das POPLABOR (www.rockcity.de/rc/projekte/poplabor) soll junge Musiker aus verschiedenen Musiksparten inspirieren und professionalisieren, indem sie mit international gefragten Produzenten an ihren Songs, Sounds und Ideen arbeiten. Insgesamt besteht das POPLABOR aus sechs Modulen oder auch Labs, die sich mit den Themen Studio, Stage, Game, Exchange, Performance und Text beschäftigen.

Anfang November kamen drei Hamburger Bands durch Spenden von EDEL Music und der HASPA Musik Stiftung in den Genuss des Pilotprojekts. Im Studiolab trafen sie auf die Produzenten Pelle Gunnerfeldt (The Hives, The Robocop Kraus), Simon Nordberg (Eskobar, Heather Nova) und Robot Koch (Jahcoozi). Branchenvertreter, die eventuellen Druck hätten aufbauen können, waren in den drei Studios nicht zugelassen. »Die Bandmitglieder sollten hier ihren eigenen Sound finden, ihr handwerkliches Geschick selber umsetzen und in einer Studiosituation lernen, die sie sich normalerweise nicht leisten können. Für alle Beteiligten war das ein unheimlich effektives, positives und berührendes Erlebnis,« berichtet Andrea Rothaug.

Junge Musiker unterstützen!

Durch das generell positive Feedback gestärkt, setzt sich Andrea Rothaug leidenschaftlich dafür ein, das POPLABOR im kommenden Jahr inklusive aller genannten Module zu realisieren – und sucht Sponsoren: »Wer Projekte für junge Musiker unterstützen will, darf sich bei uns immer gerne melden.«

 

Das Büro von RockCity Hamburg e.V. befindet sich in der Sternstraße 4 (St. Pauli) im 1. Obergeschoss und ist montags bis freitags von 8 bis 19 Uhr geöffnet. Telefon: 319 60 60.
Wer spenden möchte, kann dies selbstverständlich auch projekt- oder modulbezogen tun. Auch über Spenden für einzelne Instrumente freut sich der Verein.
Weitere Informationen gibt es auf www.rockcity.de 18. Dezember 2013 von Redaktion

Kategorien: Hamburg musiziert, Kulturgenuss

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