Jeannine Platz – Ihr Antrieb sind die Emotionen

Wie viele Farben hat Eis? Laut Jeannine Platz ganz schön viele! Die Künstlerin war mit Poseidon Expeditions für ihr Projekt „The Sound Of Ice“ mehrere Wochen in der Antarktis unterwegs und hat sich dort vom Polareis zu faszinierenden Bildern inspirieren lassen.

Eis-Werke

Jetzt ist die Malerin erneut am Nordpol unterwegs. Die Zeit im Hochsommer ist die einzige Phase, wo das Eis nur drei Meter dick ist und der Eisbrecher gut vorankommt. In diesen Wochen, in der die Sonne am Nordpol gar nicht untergeht, wird Jeannine Platz weitere Eindrücke sammeln. Ihre fertigen Eis-Werke sind dann ab Ende November in der Barlach Halle K zu bewundern. Die Vernissage findet am 21. November statt. Ein Teil der Erlöse für verkaufte Bilder wird für einen guten Zweck gespendet, der dem Klimaschutz dient.

 

Faszinierende Bilder

The Sound Of Ice“ ist das aktuelle große Kunstprojekt der Malerin, Kalligraphin und Performancekünstlerin. Weltweit große Anerkennung erfuhr auch ihr vorheriges Kunstprojekt Suite View. Dafür reiste Jeannine Platz durch diverse Länder und porträtierte die Welt aus den Fenstern zahlloser Hotelsuiten. Das, was sie sah und dabei empfand, hielt sie auf Leinwand fest. Es entstanden imposante Bilder voller Weite und großer Emotionen.
Und Emotionen sind auch die Inspirationsquelle von Jeannine Platz. Das, was berührt und bewegt, das wird in Bildern festgehalten. Dabei können das sowohl große Erlebnisse als auch kleine Geschehnisse aus dem Alltag sein – Hauptsache das Gefühl ist da. Als ausgebildete Schauspielerin, die noch heute mit ihren Kindern im Wohnzimmer Theaterstücke aufführt, geht die Performance-Künstlerin mit wachen Augen durchs Leben und achtet auf Geschehnisse sowie Emotionen in ihrem Umfeld. Diese inspirieren sie zu ihren Werken.

 

Wolkenbilder

Das nächste große Kunstprojekt hat Jeannine Platz bereits im Hinterkopf: Es soll eine Hommage an die Wolken werden. Jeannine Platz hat nämlich Flugangst, ist aber beruflich recht viel unterwegs. Den Blick aus dem Flugzeugfenster auf die Wolken empfindet sie jedoch als große Hilfe und Orientierung sowie eine Art Schutz. Wir dürfen gespannt sein, wie die Malerin diese Idee umsetzt. Fliegen wird die Künstlerin von nun an nur noch für ihre Kunstprojekte. „Ich habe mein Flugpensum in den letzten Jahren für meine Arbeit stark überschritten und das harmoniert in Zukunft nicht mit meiner Einstellung, Gutes für die Welt zu tun“, sagt sie. Ihre vegane Ernährung und Ökostrom reichen für sie in heutigen Zeiten nicht mehr aus, um dem Klimawandel entgegenzuwirken, und zitiert den wahren Satz von Goethe: „Willst du immer weiter schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah, lerne nur das Glück ergreifen. Denn das Glück ist immer da.“

 

 

 

Autorin: Agnieszka Prekop
Foto: Jeannine Platz – Porträt der Künstlerin: © Julia Löwe, alle anderen Fotos: © Ronny Zeisberg

17. Juli 2019 von Redaktion

Kategorien: Hamburg künstlert, Kulturgenuss

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