Alexander Strohte: Faszinierendes Element Wasser

1989 kam Alexander Strohte aus dem Weserbergland, um in Hamburg an der Fachoberschule für Gestaltung Malen und Zeichnen zu lernen – und er blieb. Noch immer wohnt er in demselben, kleinen Appartement am Mittelweg, zum Malen zieht er sich in sein Atelier irgendwo zwischen Hamburg und Berlin zurück.

Wasser als wichtigstes Element

Seit 1995 beschäftigt er sich intensiv mit dem Element Wasser und ist vom Meer fasziniert. So sind im Laufe der Zeit diverse abstrakte Seestücke entstanden. Das erste malte Alexander Strohte mit etwa 15 Jahren – es entstand aus dem Inneren heraus – als Inspiration dienten seine Erlebnisse am Meer als Kind.

Inzwischen fährt der Künstler regelmäßig nach Sylt, Travemünde, an die Côte Fleurie in der Normandie oder auch an die Côte d’Azur und lässt sich von der rauen Nordsee, dem wilden Atlantik, dem freundlichen Mittelmeer und der umgebenden Vegetation inspirieren. So unterschiedlich die Meere, so mannigfaltig sind am Ende die Ölwerke des Malers.

Die letzte Ölschicht

Alexander Strohte greift in seinen Bildern auch aktuelle und kritische Themen wie Meeresverschmutzung und Umweltsünden auf – das Ergebnis sind dann düstere und nachdenkliche Bilder. Übrigens: Bei allen seinen Bildern ist die letzte aufgetragene Ölschicht für Alexander Strohte von großer Bedeutung. Sie bestimmt die Qualität des Werkes.

Hamburg ist unkompliziert

Von seiner Kunst kann Alexander Strohte bescheiden leben – ein Auto besitzt er nicht und verreisen tut er auch nur selten. Dafür genießt der Künstler immer noch Hamburg, empfindet die Hansestadt als unkompliziert und unaufdringlich. Die Hamburger erlebt er als freundlich und nie übergriffig. Er liebt die gute Erreichbarkeit zwischen den verschiedenen Stadtteilen und natürlich die Nähe zum Wasser. Einen Kritikpunkt hat der Maler aber dann doch: Er würde sich wünschen, die Stadt wäre mit ihrer historischen Architektur nachsichtiger und würde versuchen, die hanseatische Individualität zu erhalten.

Ausstellungen

Bis Ende Mai 2019 stellt Alexander Strohte seine kleinformatigen Seestücke im Museum im Waldemarturm in Dannenberg an der Elbe aus. Der runde Turm verdankt seinen Namen seinem berühmtesten Gefangenen, dem Dänenkönig Waldemar II. der von 1223 – 1225 hier dafür büßte, die Grafschaft Schwerin erobert zu haben. Der Gefangenenraum dient heute als Ausstellungsraum.

 

Im Sommer hat der Künstler eine weitere Ausstellung mit großformatigen Werken in der Kunsthalle Oktogon in Hitzacker. Am Sonntag, den 11. August findet ab 15 Uhr eine Finissage mit interessantem Vortrag statt.

Wessen Neugier auf die Seestücke von Alexander Strohte jetzt geweckt ist, sollte demnächst einfach einen Ausflug nach Dannenberg oder Hitzacker einplanen. So kann man gute Kunst und den frischen Norden gleichermaßen genießen.

 

 

Autorin: Agnieszka Prekop
Titelfoto: © Alexander Strohte
Foto: Danneberg © Samtgemeinde Elbtalaue/Stadtarchiv

31. Juli 2019 von Redaktion

Kategorien: Hamburg künstlert, Kulturgenuss

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