Humboldts Schreibtisch für den eigenen Arbeitsraum

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Der Hamburger Stefan Nietzky ist Geschäftsführer und Inhaber der digitalen Kommunikationsagentur VOLL:KONTAKT. Zusammen mit seinem früheren Schulfreund und Geschäftspartner, dem Architekten Sebastian Windisch, entwickelte er die Idee des Nachbaus des lange verschollenen Schreibtisches von Alexander von Humboldt.

Humboldt-Schreibtisch: Dieser Form folgen die Gedanken

Es ist ein Möbelstück, an dem Geschichten entstanden und Geschichte geschrieben wurde: Vor fast 200 Jahren gab der Forscher und Universalgelehrte Alexander von Humboldt seinen Schreibtisch bei einem Tischlermeister in Berlin in Auftrag. Zeitlose schlichte Eleganz, kluge Konzeption und handwerkliche Präzision zeichnen diesen beweglichen Arbeitstisch aus Holz und Messing aus. An dem Schreibtisch konnte der Gelehrte kreativ werden, Forschungsliteratur ebenso wie Notizen und Textentwürfe geordnet ablegen und zu seinen komplexen Wissenschaftserzählungen zusammenführen.

 

Für Stefan Nietzky und Sebastian Windisch manifestiert sich in Humboldts Schreibtisch der Leitsatz, der in der damaligen Zeit entstand, nach dem die Form der Funktion folgt. Die beiden gehen mit Humboldt noch weiter und sagen: „Dieser Form folgen die Gedanken.“

Herr Nietzky, was verbinden Sie mit der Person Alexander von Humboldt?

Der Name Alexander von Humboldt ist mir natürlich seit meiner Schulzeit geläufig, aber erst über die Daniel-Kehlmann-Buchverfilmung „Die Vermessung der Welt“ habe ich mehr über ihn erfahren. Das ist zehn Jahre her, und da wir den Kinostart damals bei uns in der Agentur im Bereich PR betreut hatten, musste ich mich natürlich auch intensiver mit der Persönlichkeit Alexander von Humboldts befassen. Ein toller Film von Detlev Buck übrigens!

Was fasziniert Sie an Humboldts Möbelstück?

Der Schreibtisch ist einfach zeitlos und bescheiden und gleichzeitig edel in seiner Erscheinung. Er hat eine bedeutende Geschichte: Nicht nur, dass Humboldt sein wohl wichtigstes Werk „Kosmos“ an ihm schrieb, sondern auch, dass dieser Tisch viele Jahre lang als verschollen galt und erst vor wenigen Jahren zufällig im Depot eines Pariser Museums wieder auftauchte.

Wie ist die Geschäftsidee entstanden, Humboldts Schreibtisch nachzubauen und als Replik zu vermarkten?

Mein Schulfreund Sebastian Windisch war wenige Tage vor dem ersten Lockdown im März 2020 in der Ausstellung „250 Jahre Alexander von Humboldt“ im Deutschen Historischen Museum in Berlin. Dort wurde dieser Schreibtisch als eines der herausragenden Objekte dieser Ausstellung präsentiert und hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Als wir wenige Wochen später – mitten im Lockdown, als keiner wusste, wie es weitergehen wird – telefonierten, meinte mein Freund auf einmal: „Lass uns doch den Schreibtisch von Alexander von Humboldt nachbauen“ und so war die Idee in die Welt gesetzt.

Und die Entwicklungszeit?

Nach der Ideenfindung waren die notwendigen Schritte schnell klar: Wo steht der Tisch und kommen wir da überhaupt ran? Wer kann eine 360-Grad-Vermessung des Objekts vornehmen und wer hat das notwendige handwerkliche Know-how, die Fertigung zu übernehmen. Corona hat dann für allerlei Verzögerung gesorgt. Letztendlich konnten wir erst wenige Wochen nach der Wiedereröffnung im September 2021 zur Sternwarte in Paris reisen, die uns Zugang zum Schreibtisch gewährte. Mit dabei waren der Vermesser und ein Fotograf. Denn eines war klar: Wir müssen nicht nur vermessen, sondern auch fotografieren. Außerdem wollten wir Videomaterial für eine Dokumentation generieren.

Wie naturgetreu ist Ihr Nachbau, wie aufwendig die Fertigung?

Die Replik ist wirklich sehr genau, denn sie wird immer nur im Vergleich zum Original funktionieren. Wir haben durch die Vermessung jede Unebenheit mit aufgenommen. Natürlich haben wir die Dellen nicht in die Replik übernommen, aber gerade die Verzapfung ist recht komplex. Ich sage immer: „Der Tisch ist so, wie ihn Alexander von Humboldt selbst in Empfang genommen hat.“ Bei der Schreibtisch-Oberfläche haben wir uns im Gegensatz zu einem gewachsten Leinenstoff jedoch für einen damals auch üblichen Lederbezug entschieden.

Für die Fertigung brauchten wir zum einen Metallteile, Füße und Knöpfe, die uns ein Metallbauer aus Berlin fertigte, und zum anderen eine Tischlerei, die in der Lage war, aus den 3D-Daten Fertigungszeichnungen zu erstellen und nach diesen Vorgaben zu bauen. Wir haben eine entsprechende Tischlerei gefunden. Da war schon Meisterhandwerk gefragt. Die Fertigung lief ganz anders, als man heute einen modernen Schreibtisch bauen würde.

Wie sähe ein idealer Standort für das außergewöhnliche Möbel aus?

Nachdem der Prototyp im April 2022 fertiggestellt war, war uns klar, dass der Tisch im neu eröffneten Humboldt-Forum in Berlin stehen muss. Aber wie kommen wir da mit unserem kommerziellen Projekt so einfach rein? Wir hatten Glück, denn kürzlich eröffnete dort das Restaurant „Wilhelm Alexander“. Die Betreiber waren ganz interessiert an unserem Tisch, der jetzt dort für jeden zugänglich in den Räumlichkeiten seinen Platz hat.

Langfristig gesehen wollen wir natürlich weitere Humboldt-Schreibtische produzieren und verkaufen, die bei Humboldt- und Design-Liebhabern zu Hause, in Unternehmen oder an öffentlichen Orten stehen. Natürlich denken wir da auch international, denn Humboldt war der erste Kosmopolit unserer Zeit. Sein Name und seine Bedeutung sind in der ganzen Welt bekannt.

Das Original und das exakte Replik

Der Original-Schreibtisch Alexander von Humboldts steht in Paris:

Das Möbelstück aus massiver Birke misst in der Länge 1436 mm, ist 790 mm tief und hat eine Höhe von 897 mm. Noch mehr spannende Details rund um den Schreibtisch und das exakte Replik finden sich im Humboldtversum.

Vormerken lassen

Interessierte können sich mit einer direkten Mail an Stefan Nietzky und dem Hinweis „HAMBURG schnackt“ auf eine bevorzugte Interessenten-Liste setzen lassen und werden noch vor dem beginnenden Start der weiteren Produktion informiert.
Derweil lässt es sich im Humboldtversum schon einmal ein wenig schwelgen.

 

 

Wir danken unserem Medienpartner Business-on.de Hamburg für diesen Beitrag.

 

 

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Fotos: Humboldt Schreibtisch und Replik © Lüder Lindau
Foto: Stefan Nietzky © Voll:Kontakt.com

14. Dezember 2022 von Redaktion

Kategorien: Entscheider, Hamburg verkauft, Unternehmenslust

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