Hamburg: voll abgekupfert

Haben Sie schon einmal daran gedacht, eine Stadt auf den Spuren von Kupfer zu erkunden? Ein Markenzeichen von Hamburg, ist die grüne Patina auf den Hauptkirchen und in der Speicherstadt mit ihren Kupferdächern, die von der Seeluft gefärbt sind. Aber Kupfer kommt in allen Farben und Formen vor: in glänzenden Goldschuppen auf modernen Bürogebäuden, in Verbindung mit Glas und changierendem Grün oder erdigen Brauntönen. Für Kupfergucker gibt es viel zu entdecken!

Kupfer in Tradition und Moderne

Eine besondere Eigenschaft von Kupfer ist, dass es sich so gut mit anderen natürlichen Materialien wie Holz, Ziegel und Glas verträgt. Das Stadtlagerhaus an der großen Elbstraße ist ein gutes Beispiel dafür. Aus einer alten Hafenmühle und einem Kornspeicher wurde ein neuer Ort zum Leben und Arbeiten. Für den nötigen Raum sorgt ein moderner Glaskubus auf dem alten Speicher. Um den Charme der alten Hafenanlage zu bewahren, wurde die Westfassade mit Patina-Kupfertafeln verkleidet. Durch das klassische Material fügt sich das Gebäude-Ensemble nahtlos in die Silhouette der Speicherstadt ein. Ein Tag mit Sonne und blauem Himmel bietet sich besonders an, um einen Ausflug zum Hafen zu unternehmen und den leuchtenden Kontrast zwischen roten Speichermauern und grünen Kupferdächern zu genießen.

Ein Dach zum Recyceln

Vom Hafen ist es ein Katzensprung zu den Hauptkirchen, die mit ihren Türmen aus Kupfer die Skyline von Hamburg prägen. Die Seeluft sorgt dafür, dass Kupferdächer bei der Oxidation einen hellen Grünton annehmen, der für diese Stadt typisch ist. Beim berühmten Michel werden die Hamburger eine Weile warten müssen, bis der Turm seine grüne Patina wieder hat. Eigentlich ist Kupfer ein Material für die Ewigkeit aber der Sog des Windes drohte den Kirchturm abzudecken. Bei der Sanierung zeigte sich dann, wie sich Kupfer auch als nachhaltiger Werkstoff eignet: die alten Kupferplatten wurden komplett eingeschmolzen und für das neue Dach recycelt.

Es ist nicht alles Gold, was glänzt

Wer in Hamburg nach Kupfer guckt, kann aber auch futuristisch glänzende Momente erleben. Am Harburger Hafen setzt man mit klaren Linien auf eine moderne Architektur. An den Oberflächen wird experimentiert und deswegen schwimmt in diesem Hafen ein besonders großer Goldfisch. Das Bürogebäude mit einer Haut aus goldenen Schuppen und runden Ecken ist eine der vielen Variationen von Kupfer, die das Stadtbild spannend machen – wir wünschen viel Vergnügen beim Entdecken.

 

 

Autorin: Julia Barthel
Foto: Goldfisch Harburg © Olaf Rohl

13. Juni 2018 von Redaktion

Kategorien: Hamburg entdeckt, Stadtliebe

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