Das Abenteuer um die Ecke

Nach seinem Sportstudium ​wandte ​sich Christo Foerster dem Journalismus zu. Im Anschluss der entsprechenden Ausbildung wurde er schnell Sportchef bzw. Chefredakteur (Fit for Fun, Men’s Fitness). Aber das war ihm nicht genug und er sattelte um zu einer Coachingausbildung​. I​nzwischen hat er sein eigenes Beratungskonzept inklusive Ernährungs-und Trainingsprogramm​ entwickelt.

„Raus+machen“ heißt es kurz und bündig und soll die Gesundheit ​stärken, Willenskraft ​und Kreativität wecken und helfen​, persönliche Grenzen zu überwinden.​

Ihr beruflicher Werdegang weist unterschiedliche Stationen auf. War das so​ geplant?

Es steckte keine Strategie dahinter. Es war eher so, dass ich als Sportler meine Grenzen erreichte und deshalb etwas Neues ausprobieren wollte​. I​rgendwann bot ​mir ​auch der Journalismus keine neuen Herausforderungen. Als Coach und Autor kann ich jetzt meine bisherigen Erfahrungen bündeln und immer wieder neue Projekte anpacken.

Das Beratungscredo ist „Raus +machen“. Wie lässt sich das am besten ins alltägliche Leben integrieren?

Es geht bei ​Raus+machen​ ​darum​, das​ Abenteuer als Herausforderung zu sehen und es physisch  bzw. mental als Motivation anzunehmen. Jeder sollte einfach einmal ein Projekt anpacken und dadurch ​Selbstbestätigung​ erfahren. Um die Schwelle möglichst niedrig zu halten​ und um eine unmittelbare Machbarkeit zu gewährleisten,​ bieten sich Abenteuer „vor der Haustür“ an.

 

Genau über solche „Mikroabenteuer“ haben Sie ein Buch geschrieben. Sie nennen als Auslöser eine spontane nächtliche Radtour von Hamburg nach​ Berlin. Wie kommt man auf diese Idee?

Ich wollte meiner Routine entfliehen, etwas Ungewöhnliches tun und einen Freund in Berlin sehen. Kurzentschlossen machte ich mich am selben Abend auf den Weg. Ich habe es auch geschafft, wir haben zusammen gefrühstückt und ich bin vollkommen​ erledigt mit​ der Bahn zurückgefahren. Obwohl ich nicht wusste​,​ was passiert, fühlte ich mich großartig.

Die im Buch gesammelten​ Mikroabenteuer wirken sehr nachhaltig – mit Fokus auf Regionalität und Verzicht auf motorisierte Anreisen. War Ihnen dieser Aspekt wichtig?

Auf jeden Fall. Mein Konzept ist ein Plädoyer gegen kostspielige und ökologisch bedenkliche Fernreisen.

Sind die Hamburger Ihrer Meinung nach „Mikroabenteuer-lustig“?

Hamburger mögen auf und am Wasser sein. Ihre Stadt bietet da viele Möglichkeiten. So ist die Lust und Bereitschaft auf Mikroabenteuer ziemlich wahrscheinlich.

 

Was schätzen Sie besonders an Hamburg?

In Hamburg muss man nicht weit raus, um in die Natur zu kommen. In Iserbrook kann ich zum Beispiel sofort aufs Wasser. Außerdem weiß ich als gebürtiger Norddeutscher die Hamburger Art zu schätzen.

 

Hier geht es zu den BÜCHERN

 

 

Autorin: Ilona Kiss
Fotos: Christo Foerster © Thorsten Kollmer

12. Juni 2019 von Redaktion

Kategorien: Hamburg entdeckt, Stadtliebe

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