Drei Minuten Jonathan: Wuff!

Hamburg ist eine Weltstadt. Ihre Bürger sind zurückhaltend, offen und freundlich. Leider lässt sich das nicht gleichermaßen von allen Hunden sagen. Da wird ganz unhanseatisch geknurrt, gebellt, angesprungen und auf Kleidung gesabbert.

Im Revier fremder Hunde

Schon klar, dass die vierbeinigen Freunde der Menschen es bevorzugen, nicht an der Leine zu laufen. Sie sollten aber zumindest Abstand halten und niemanden erschrecken. Das Gegenteil ist oft der Fall. Auch wenn viele Hunde gut erzogen sind, werde ich doch regelmäßig auf dem Fahrrad, beim Joggen oder Wandern von Kläffern laut und eindringlich darauf aufmerksam gemacht, dass ich in ihrem Revier nichts zu suchen habe. Von ihrem Besitzer ist meist nichts zu sehen – und wenn er endlich um die Ecke kommt, freut er sich, wie nett sein Liebling spielt.

Die eigene Umgebung sinnvoll verunsichern

Früher habe ich mich darüber aufgeregt. Gelegentlich kam es zu wüsten Tumulten. Mittendrin der Hund, der fröhlich bellte, sprang und sabberte. Irgendwann sah ich ein: Damit ist nichts zu gewinnen. Wie aber angemessen reagieren?

Die Erleuchtung kam mir zufällig, als ich wieder einmal angekläfft wurde und Herrchen seelenruhig in einigem Abstand zusah. Ich dachte: „Wie der Mensch, so der Hund.“ Mein zweiter Gedanke war: Wenn ich etwas verändern will, muss ich meine Umgebung sinnvoll verunsichern. Plötzlich passte alles zusammen. Ich ging weiter, ohne mich über den Hund aufzuregen. Als ich dem Mann begegnete, lächelte ich und – kläffte ihn laut an. Er zuckte zusammen, der Schreck war nicht zu übersehen.

Seitdem belle ich zurück. Nur mit dem Springen und Sabbern habe ich meine Schwierigkeiten.

 

Warum drei Minuten?

Übersicht aller Themen dieser Kolumne.

Und hier geht es zu dem aktuellen Buch des Hamburger Schriftstellers David Jonathan.

 

 

Hundespaß in Hamburg

 

 

 

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Foto/Grafik: © David Jonathan /photolab

24. Februar 2021 von Redaktion

Kategorien: Hamburg liest, Kulturgenuss

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