AusSichtErfolg: Ralf Dümmel

Entscheidungsträger:innen aus allen Bereichen und Branchen unserer Metropole tragen dazu bei, dass unsere Region attraktiv, lebens- und liebenswert ist, auch wirtschaftlich erfolgreich – und dabei den Menschen zugewandt. In diesem Sympathie-Format verraten sie uns, was sie bewegt, was sie bewegen und welche Impulse sie für die Zukunft parat haben. Heute: Ralf Dümmel, Handelsexperte, Unternehmer und Investor.

Was wird sich zukünftig für Unternehmer:innen besonders verändern?

Konsument:innen werden zurückhaltender sein, denn viele Menschen kamen bislang kaum mit dem Geld hin und müssen den Gürtel nun noch enger schnallen oder sich aufgrund der Gesamtlage neu aufstellen. Auch daher ist es wichtig, Produkten zukünftig einen Mehrwert zu geben und Menschen glücklich zu machen.

Welche Unternehmerqualitäten werden immer wichtiger?

Teamplayer und teamfähig sein! Mehr Input für die Teams, dann kommt auch mehr aus den Teams – so entsteht Kreativität.

Top Chef-Eigenschaften der Zukunft aus Ihrer Sicht?

Respekt für die Mitarbeitenden, Fleiß, Erfahrungen sammeln und weitergeben.

Welches Mindset wird zukünftig gewinnen?

Das aufrichtig gemeinte „Mitnehmen von Menschen“: Die Mitarbeiter:innen müssen „mitleben“, damit sie wissen, WARUM sie ihre Aufgaben erledigen und nicht nur, was sie zu tun haben.

Arbeitgeber-Attraktivität: Wie finden, gewinnen und binden Unternehmen zukünftig neue und engagierte Mitarbeiter:innen?

Das fängt schon bei der Möglichkeit von Homeoffice an. Flexible Arbeitszeiten stehen hoch im Kurs. Die gesamte Attraktivität des Unternehmens zählt und für mich persönlich auch die Hilfe für Mitarbeiter:innen, wenn sie in schwierige Lebenssituationen geraten.

Wie sieht ein Firmengebäude der Zukunft aus?

Energieoptimiert: CO2-neutral. Von außen und von innen kommunikativ.

Zukunftschancen regional? Oder global?

Beides ist chancenreich. Regional macht es Sinn, ein großer Player in kleiner Nische zu sein/werden. Global ist es wichtig, sich klar zu unterscheiden, auch mit einer klaren Sprache und einem Top-Marketing zu punkten. In beiden Fällen gilt es, authentisch zu sein. Die Story muss zum Unternehmen passen.

Wie werden Chef-Schreibtische von der „Sonder-Mülldeponie“ zur Innovations-Schmiede?

Hierbei sind offene Türen wichtig: Mitarbeiter:innen werden gehört, es findet ein aktiver Austausch statt und Mut zur Fehlerkultur ist vorhanden.

Wie lassen sich zukünftig innerhalb der Unternehmen Innovationen noch besser fördern?

Gedanken zulassen. Brainstorming ohne Tagesordnung. Zuhören! „Bubbles“: gemischte Teams aus unterschiedlichen Abteilungen und Hierarchien.

Welche Schlüsselfrage stellen Sie sich in einer Krise?

Wenn du nicht weißt, wo es hingeht, darfst du dich fragen, ob du bereits die richtige Maßnahme ergriffen hast! Anschließend heißt es, mit etwas mehr Weitsicht neue und vor allem anpassbare Strategien zu entwickeln.

Wie aus wirtschaftlichen Krisen kommen?

Herausfordernde Zeiten gab es schon immer – so geballt wie in der heutigen Zeit allerdings kaum. Hier gilt es, noch flexibler zu werden und ggf. die eigene Planung auch einmal umzuschmeißen.

Wie aus mentalen Krisen kommen?

Ich liebe genau das, was ich tue und ich empfinde es als positive Herausforderung, taktisch mehrere Wege zu denken. Niederlagen machen stärker als Siege, wenn man dran bleibt. Und Optimisten haben definitiv Vorteile.

Geben zu viele zu schnell auf? Wie lange für eine Idee kämpfen?

In „Die Höhle der Löwen“ erlebe ich natürlich alle Varianten. Wichtig ist, für sein Ding zu brennen, aber nicht abgehoben zu sein. Wenn die Bodenständigkeit fehlt oder der Realitätsblick, wird´s schwierig.

Welcher war Ihr wertvollster Fehler.

Überschätzung in jungen Jahren und das große Glück, einen Ziehvater zu haben, der mich auf den Boden der Tatsachen brachte.

Die besten Energie- und Kraftquellen für Sie?

Mein Unternehmen, mein Team, die Menschen um mich herum und der Erfolg. Ich lasse den „emotionalen Pendelschlag“ zu – positiv wie negativ. Mein Job ist meine Leidenschaft. Mir fällt es nicht schwer, viel zu arbeiten. Wer seinen Job liebt und mit Leidenschaft lebt, sieht es nicht als kritisch an, auch mal Überstunden zu machen (lacht).

Was wünschen Sie engagierten Unternehmer:innen für die Zukunft?

Kraft und Mut für den Gedanken: „Wie kann ich mein Unternehmen auf zwei, drei neue Beine stellen?!“

Welche Themen würden laufen, wenn Sie eine eigene Radiosendung hätten, die alle Unternehmerinnen und Unternehmer morgens hören?

Wie sie täglich gut motiviert in den Tag starten.

 

Warum ist der Standort Hamburg und die Metropolregion gut für Sie und Ihr Unternehmen?

Der Standort ist für uns ideal, da Hamburg als Hafenstadt logistisch hervorragend gelegen ist. Außerdem ist die Autobahnanbindung in unserer Region sehr gut. Der Vorteil an einer Millionenstadt ist zudem, dass die Auswahl an qualifizierten Mitarbeiter:innen enorm ist. Davon profitieren wir natürlich auch.

Ihre Lieblingsaufgabe in Ihrem Unternehmen?

Die EINE Lieblingsaufgabe habe ich gar nicht. Ich liebe meinen Job einfach, besonders Spaß bringen mir Gespräche mit Menschen, ob Kunden, Gründer:innen oder Mitarbeiter:innen. Der Hauptgrund, warum ich meinen Job so liebe ist mein mega Team!

Was ist aus Ihrer Sicht zurzeit die spannendste positive Entwicklung in Hamburg?

Sehr spannend und äußerst positiv sehe ich, dass das Thema Nachhaltigkeit immer wichtiger wird und von der Gesellschaft auch so angenommen und gefordert wird. Ich freue mich auch, dass in Hamburg immer mehr Startups gegründet werden und dass immer mehr Menschen sich trauen, ihren eigenen Weg zu gehen.

Welche Zukunftsfrage würden Sie Hamburg gern einmal stellen?

Wie stellt Hamburg sich in Zukunft auf, um noch mehr junge Gründerinnen und Gründer zu unterstützen und wie kann man junge Menschen motivieren, selbstständig zu gründen? Wo kann man anfangen, etwas für junge Unternehmer:innen zu tun? Was plant Hamburg hier im Bildungsbereich, damit Gründen auch als Option in den Schulen gelehrt wird?

Worauf sind Sie besonders stolz, wenn Sie an Ihre Mitarbeiter:innen denken?

Ich bin auf mein Team mega stolz. Wir haben viele Mitarbeiter:innen, die über viele, viele Jahre unserem Unternehmen treu geblieben sind. Ich sage immer: Ich möchte, dass bei uns die Auszubildenden in Rente gehen können. Ich bin einfach sehr stolz darauf, dass wir alle als ein Team agieren und an einem Strang ziehen.

Suchen Sie gerade neue Mitarbeitende? Und wenn ja, wen?

Wir suchen natürlich immer gute Mitarbeiter:innen für unser Team. Wir freuen uns natürlich auch über Nachwuchs und man kann sich bei uns für Ausbildungen bewerben.

Wo finden Sie die besten Informationen zu Digitalisierungsthemen?

Ich informiere mich sowohl online als auch in Fachmagazinen und natürlich im persönlichen Austausch auf Messen oder Events, und ich tausche mich mit den Expert:innen bei uns im Haus aus.

Mit wem netzwerken Sie erfolgreich?

Ich netzwerke tatsächlich gerne mit jeder Person, da jeder Mensch eine spannende Geschichte zu erzählen hat.

Ihr Lieblingsprodukt aus Hamburg?

Es gibt für mich nichts Besseres als ein Fischbrötchen direkt an der Elbe. Und danach direkt ein Eis. (lacht)

Was ist Ihr Lebensmotto?

Können kommt von wollen.

 

Wir danken Ralf Dümmel herzlich für das Gespräch und die Zukunftsimpulse.

 

 

 

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Fotos: Ralf Dümmel/DS-Produkte Credit Stefan Groenveld

24. August 2022 von Redaktion

Kategorien: Entscheider, Hamburg verkauft, Unternehmenslust

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