Flagge zeigen: Gabriele Hoffmeister-Schönfelder

EntscheidungsträgerInnen aus allen Bereichen und Branchen unserer Metropole tragen dazu bei, dass Hamburg attraktiv, lebens- und liebenswert ist, auch wirtschaftlich erfolgreich – und dabei den Menschen zugewandt. In diesem Sympathie-Format verraten sie uns, was sie bewegt, was sie in Hamburg und für Hamburg bewegen, welche Ideen sie für unsere Stadt haben. Heute: Gabriele Hoffmeister-Schönfelder, Gesellschafterin und geschäftsführende Inhaberin kontor5 – Personalentwicklung mit Mentoring

Warum ist der Standort Hamburg gut für Sie und Ihr Unternehmen?

Als echte Hamburgerin schlägt mein Herz für diese Stadt! Und als Unternehmerin profitiere ich von den interessanten – und an Personalentwicklung interessierten Unternehmen. Mit „kontor5 – Personalentwicklung mit Mentoring“ habe ich die Möglichkeit, in den verschiedensten Branchen tätig zu werden. Wir agieren bundesweit, aber hier bietet Hamburg schon eine bunte und spannende Mischung.

Meine Lieblingsaufgabe im Unternehmen:

Menschen zum Sprechen zusammenzubringen! Das ist die Kurzformel dessen, was unsere Arbeit ausmacht. Mentoring bedeutet Kommunikation auf Augenhöhe, um einen vertrauensvollen Austausch zu ermöglichen. Die Gespräche mit potentiellen Mentees und Mentor*innen begeistern mich auch noch nach mehr als zwanzig Jahren.

Welche Zukunftsfrage würden Sie Hamburg gern einmal stellen?

Besonders interessiert mich die architektonische Stadtplanung. Manchmal habe ich den Eindruck, dass überall gebaut wird. Ich würde gerne erfahren, was getan wird, um den wunderschönen hanseatischen Flair zu erhalten. Austauschbare Innenstädte mit den immer gleichen Läden gibt es schon mehr als genug.

Entspringt aus ihrem Haus eine Innovation, die für HamburgerInnen interessant, spannend und innovativ ist?

Das kann ich mit JA beantworten:
Als ich mich vor 20 Jahren mit kontor5 selbstständig gemacht habe, war die Dienstleistung „Mentoring“ in Unternehmen als Personalentwicklungsmaßnahme zu begleiten, ein absolut unbeschriebenes Blatt. Ich habe an diese Form der Personal- und Führungskräfteentwicklung geglaubt, es professionalisiert und umgesetzt. Mit großem Erfolg. Seitdem habe ich mehr als 4000 Tandems zum Sprechen und Arbeiten gematcht und in vielen Fällen interessante Karrieren und Erfolge begleitet. Zu vielen Menschen habe ich heute als aktive Netzwerkerin guten Kontakt bzw. kann auf deren Lebens- und Berufserfahrungen als Mentorin oder Mentor für die Programme zurückgreifen. Darauf bin ich sehr stolz.

Und worauf sind Sie besonders stolz, wenn sie an ihre Mitarbeiterinnen denken?

Meine Mitarbeiterinnen unterstützen mich seit vielen Jahren. Mich macht die Tatsache, dass wir so ein vertrauensvolles und intensives Miteinander haben, stolz. Und, dass mein Team mich mit so viel persönlichem Engagement, Herzblut und Spaß an der Sache unterstützt. Ich kann mich so gut auf meine Aufgaben konzentrieren, weil ich weiß, dass ich kompetente und zuverlässige Unterstützung habe – und freue mich auf die weitere, erfolgreiche Zusammenarbeit!  Gemeinsam mit meiner Projektleiterin Tinka Beller habe ich zwei Bücher zum Thema „Mentoring” veröffentlicht – wir sind ein gutes Beispiel, für ein erfolgreiches Tandem!

Was ist die größte Herausforderung in den kommenden Monaten? Und wie werden sie es meistern?

Die Themen sind vielfältig und gar nicht auf die kommenden Monate zu begrenzen. Der demographische Wandel, Fachkräftemangel und die Integration von Menschen mit einer Zuwanderungshistorie sind nur einige der Themen, die uns in der Personalentwicklung vor große Herausforderungen stellen. Hier muss genau geguckt werden, wie wir Unternehmen und Mitarbeitende am besten unterstützen können, z.B. durch die Entwicklung neuer Programme wie z.B. ein Mentoring-Programm für Mitarbeiter*innen mit Migrationshintergrund.

Wie wird die Digitalisierung ihr Unternehmen verändern?

Die Besonderheit im Mentoring besteht aus dem persönlichen Kontakt. Natürlich werden auch in der Personalentwicklung bestimmte Prozesse durch Software unterstützt, das erleichtert die Arbeit und ermöglicht professionelle Abläufe. Von allen Mentees und Mentor*innen gibt es z.B. digitale Profile, die das Matching erleichtern, weil der Zugriff darauf schnell und unkompliziert möglich ist. Von der Methode „Der Computer übernimmt das Matching der Mentoring-Tandems“ halte ich persönlich nichts. Ein Algorithmus wird nie in der Lage sein, die Zwischentöne zu hören, die man in einem persönlichen Gespräch wahrnehmen kann. Dafür braucht es Empathie, Erfahrung und die Fähigkeit des genauen Hinhörens – das werde ich auch in Zukunft so umsetzen.

Welchen unternehmerischen Erfolg verdanken sie einem guten Netzwerk?

Ein gutes Netzwerk lebt vom Geben und Nehmen. Die Aussage: „Sharing is caring“ trifft es relativ gut. Nach mehr als 20 Jahren Selbstständigkeit weiß ich das Vertrauen, das in mich als Person gesetzt wird, sehr zu schätzen, so sind schon sehr interessante Kontakte und Aufträge entstanden. Ich mag diese hanseatische Klasse, die Zurückhaltung, auch beim Austausch. Jemand, der sich zu sehr in den Vordergrund drängt und nur auf die eigenen Interessen und Vorteile guckt, wird kein langfristiges Netzwerk aufbauen. Ich weiß, dass mein Unternehmenserfolg in engem Zusammenhang mit meinem Netzwerk steht – und werde auch in Zukunft die Augen offenhalten, wo ich jemand anderen unterstützen kann.

Ihr Lieblingsprodukt aus Hamburg?

Lacht: Hamburger grüner Speck von Pingel auf dem Isemarkt.

Woher nehmen Sie die Energie, um ihre Aufgaben zu schaffen?

Ganz ehrlich, ich bin ein sehr zufriedener Mensch. Auch bin ich begnadet mit einer großen Festplatte ausgestattet und kann mir so viele Details von Menschen merken, ohne dass es mich anstrengt. Diese wundervollen Menschen, mit denen ich privat zusammen sein darf, und die tollen Menschen im Arbeitsumfeld geben unendlich viel Kraft, Energie und Freude an dem, was ich tue. Das treibt mich an.

 

Foto: © kontor5

6. März 2019 von Redaktion

Kategorien: Entscheider, Hamburg berät, Unternehmenslust

Schlagworte: , , , , , , , , , , ,

Bisher kein Kommentar.

Kommentar hinterlassen

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Log in with your credentials

Forgot your details?