Drehscheibe des Handels mit Asien

Handel ist seit Menschengedenken ein Treiber für Ideen- und Kulturaustausch. Ein frühes Beispiel ist die sogenannte Bernsteinstraße, über die der begehrte „brennbare Stein“ aus fossilem Harz von der Nord- und Ostsee nach Süden in den Mittelmeerraum gelangte. Doch legendär ist die Seidenstraße. Sie verband über Jahrhunderte Asien mit Europa. Heute soll der Handel zwischen Ost und West mit der sogenannten „Neuen Seidenstraße“ ausgebaut werden. Wir stellen in einer dreiteiligen Serie die Seidenstraße und ihren modernen Nachfolger vor.

Erst seit 2013 wird die Idee der Seidenstraße wiederbelebt. Unter dem Namen „Belt Road Initiative“ (BRI) oder auf deutsch schlicht „Neue Seidenstraße“ stellte China vor rund acht Jahren ein Konzept zum Ausbau des kontinentalen Bahnverkehrs zwischen Fernost und Westeuropa vor.

Teil 2: Die Kontinente Asien, Europa und Afrika stärker verbinden

In Fortsetzung der Strategien zur Entwicklung der Westprovinzen Chinas und der Internationalisierung chinesischer Firmen setzt die chinesische Regierung auf Investitionen in den Bau von Straßen, Bahnstrecken, Häfen, Pipelines, Energienetzen und Glasfaserleitungen, um die Kontinente Asien, Europa und Afrika stärker miteinander zu verbinden. Ziel ist es, die Voraussetzungen für Wirtschaftswachstum in weniger entwickelten Ländern dieser Regionen zu schaffen, neue Märkte zu erschließen und den wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Austausch zu stärken.

Inzwischen reicht das Netzwerk an Bahnkorridoren von der europäischen Westküste bis an die chinesische Ostküste. Im Jahr 2018 wurden nach Schätzungen des Internationalen Eisenbahnverbands (UIC) 345.000 TEU (Twenty-foot Equivalent Unit, deutsch Zwanzig-Fuß-Standardcontainer) von rund 4.000 Zügen auf den eurasischen Bahnkorridoren transportiert. Zum Vergleich: Im Jahr 2014 waren es nur knapp 800 Züge mit einem Volumen von rund 25.000 TEU.

Hamburg profitiert besonders stark

Für die Ausweitung des Handels müssen zahlreiche Herausforderungen überwunden werden: unterschiedliche Spurbreiten von Zügen und Schienen, Ländergrenzen, mehrmaliges Umladen der Container – um nur einige zu nennen. Trotz allem liegt der Vorteil in der Geschwindigkeit. Per Zug können die Waren schneller als mit dem Schiff transportiert werden – und weitaus günstiger, als mit dem Flugzeug. Züge benötigen dank der im Rahmen der BRI ausgebauten Schienenverbindungen nur noch zwölf bis 21 Tage zwischen Asien und Europa – je nach Abfahrtsort, Destination und gewählter Route.

 

Die Hansestadt Hamburg profitiert vom Projekt „Neue Seidenstraße“ in besonderer Weise. Ihr Hafen wird mehr und mehr zur Drehscheibe des Handels mit Asien, insbesondere China. Etwa drei Viertel des deutschen Containerumschlags mit China laufen über den Hamburger Hafen. Regelmäßig wurden im Jahr 2020 insgesamt 20 Destinationen in der Volksrepublik wöchentlich über 232 vermarktete Verbindungen von der Hansestadt aus erreicht. China ist seit Jahren wichtigster außereuropäischer Handelspartner Hamburgs. Fast jeder dritte Container, der im Hamburger Hafen über die Kaikante geht, hat sein Ziel oder seinen Ursprung im Reich der Mitte.

 

Lesen Sie Teil 3 „Eine Investition in die Zukunft“ ab dem 17. Februar 2021 hier bei uns.

 

Hier geht es zu Teil 1:

Ein Netz alter Karawanenstraßen

 

 

 

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Fotos: Hafen Hamburg © EUROGATE
Foto: Gütertransport Bahn © Hafen Hamburg Marketing e.V.

7. Juli 2021 von Redaktion

Kategorien: Hamburg transportiert, Unternehmenslust

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