Boule – Hier wird in Hamburg richtig gekugelt

Menschen stehen in Parks und werfen Metallkugeln über den sandigen Boden. Anschließend wird kritisch auf das Resultat geblickt, dann geht es von vorne los. Das Stichwort lautet Boule, in Frankreich besser bekannt als Pétanque, die Italiener nennen es Boccia. In Hamburg hat dieser Freizeitsport viele Anhänger, und es gibt schöne Orte, um diesem zu frönen.

Wo liegen die Ursprünge von Boule?

Die alten Römer warfen eine kleine Holzkugel auf Ziegelsteine, der Verlierer musste die schwere Last schultern und  wegtragen. In Frankreich wurde der Zeitvertreib zu Pétanque verfeinert, als Spielorte dienten öffentliche Straßen oder Plätze. Ab 1319 war es dann lange verboten. Erst 1900 anlässlich der Weltausstellung wurde das Spiel in Paris offiziell als Sportart vorgestellt und verbreitete sich danach über ganz Europa. In Deutschland machte Bundeskanzler Konrad Adenauer das Spiel mit den Kugeln populär, weil er während seines Italien-Urlaubs Boccia spielte. Jedoch hat die sehr verbreitete Variante mit bunten Kugeln nicht viel mit dem französischen Original zu tun.

Wie wird Boule tatsächlich gespielt?

Die Kugeln können aus Holz, Metall oder Hartplastik sein, es spielen immer zwei Mannschaften gegeneinander. Zu Beginn wird eine kleine Kugel auf der Bahn platziert. Diese ist rot und wird in Frankreich „das Schweinchen“ genannt. Ziel ist es, möglich nah mit der Kugeln der eigenen Mannschaft an das Schweinchen zu kommen. Dazu können auch die Kugeln der Gegner weggeschossen werden. Zielgenauigkeit beim Wurf ist also gefragt, deshalb gibt es oft noch zusätzliche Schießwettbewerbe. Eine gute Adresse, um das Spiel richtig zu erlernen und an Turnieren teilzunehmen, ist der Hamburger Boule Club.

Wo sind besonders attraktive Orte in Hamburg, um die Kugeln rollen zu lassen?

Die Boule-Bahn mit klassischem Elbblick liegt direkt auf dem Altonaer Balkon, wo die Spieler ein herrliches Hafenpanorama genießen dürfen. Direkt in der HafenCity ist auch ein schönes Plätzchen zu finden, die Bahn liegt im Lohsepark direkt beim Spielplatz. Etwas versteckter, aber auch ruhiger ist die Boule-Bahn im Schanzenpark mit Blick auf den Wasserturm. Ebenfalls sehr idyllisch gelegen ist die Anlage auf dem ehemaligen Friedhof der St.-Pauli-Kirche am Hein-Köllisch-Platz. Wenn das Wetter einmal nicht mitspielen sollte, gibt es dank des Hamburger Rugby-Clubs auch eine Boule-Halle. Diese ist in einer ehemaligen Sporthalle aus der Jahrhundertwende in Langenhorn untergebracht.

Wir wünschen viel Spielspaß.

Noch mehr Plätze sind hier zu finden.

 

 

Autorin: Ilona Kiss
Foto: © Torsten – Fotolia.com

3. Juli 2019 von Redaktion

Kategorien: Hamburg spielt, Sportbegeisterung

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4 Kommentare
  1. Cristoph 3 Monaten her

    Na,na,na….
    Da fehlt aber mindestens der Stadtpark und der Platz der Republik in Altona.
    Gruß C

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