Alsterrunning

Alsterrunning: Immer Zeit für eine Runde

Läufer gelten als Einzelkämpfer. Dabei verbindet sie etwas: Das Austauschen über die persönlich beste Rundenzeit um die Außenalster.

Ob sich die Kunde vom grandiosen Sieg der Mannschaft von der Elfenbeinküste schon in deren Heimatland herumgesprochen hat, darf bezweifelt werden. „Laufweltmeister 2014“ hört sich zwar toll an, aber Fußballweltmeister hätte natürlich sehr viel besser geklungen. Und so ist der Ausgang des von alsterrunning.de initiierten Events in Hamburg gegen die in Brasilien balltretende Konkurrenz vermutlich schlichtweg untergangen.

Dabei war es doch irgendwie spannend, das Gerenne um die Außenalster. Denn im Finale zwischen dem Team der Elfenbeinküste und der Auswahl Mexikos erzielten die Afrikaner in der letzten Nacht so viele Tore (eine absolvierte Runde = ein Treffer), dass die Nordamerikaner sich doch noch geschlagen geben mussten. Deutschland hat unter den 32 Nationen übrigens den zehnten Platz belegt. Was vermutlich daran gelegen hat, dass die Zusammensetzung der einzelnen Teams ausgelost worden ist und kein Ball im Spiel war.

Die Lauf-Community wächst ständig

Michael Brügmann heißt der Gründer der Community, in der sich seit dem Start Mitte 2012 mittlerweile über 3000 Läufer und Läuferinnen virtuell tummeln. Grund des großen Zuspruchs: Brügmann durfte sechs Messstationen an der Außenalster aufbauen. Den dazugehörigen Chip kann man über die Website bestellen, die gelaufenen Runden und Dauer werden so erfasst und können im Internet abgerufen werden. „Es sind die gemessenen Zeiten“ erzählt der Wahl-Hamburger, „welche die Leute zusammenbringen und über die sie sich kennenlernen.“

Der Diplom-Ingenieur ein, der hauptberuflich als Software-Entwickler in einem Start-up-Unternehmen tätig ist, ist auf der 7,33 Kilometer langen Runde (persönliche Bestzeit 33:03 Minuten) allerdings seltener anzutreffen. „Ich laufe“, gibt er zu, „in der Regel nur einmal pro Woche um die Außenalster.“

Es gibt nicht nur sehr viel eifrigere, sondern auch schnellere Community-Mitglieder und die Website selbst ist quasi ständig in Bewegung ob der Ergebnislisten für Tagesbestzeiten oder auch Stadtteilwertungen. Mit Aktionen wie der Lauf-Weltmeisterschaft oder einem Spendenlauf versucht Brügmann zudem, immer wieder neue Reize zu setzen. Dementsprechend überlegt er derzeit, etwas mit Blick auf die Olympia-Ambitionen Hamburgs zu starten. Dass es ein Fackellauf werden könnte, liegt irgendwie auf der Hand.

Autor: Markus Tischler
Bildbeschreibung Titelfoto: An der Rabenstraße wurde die erste Messstation aufgebaut.

13. Januar 2015 von Redaktion

Kategorien: Hamburg trainiert, Sportbegeisterung

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